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06:36 19 August 2019
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    „Keine Beweise für Russlands Einmischung in Brexit“ – Twitter

    © AFP 2019 / Leon Neal
    Politik
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    Das Sozialnetzwerk Twitter verfügt über keine Beweise, dass Russland sich in das Brexit-Referendum eingemischt hat. Das geht aus einem Brief der Firma an den Ausschuss für digitale Technologien, Kultur, Sport und Medien im House of Commons (Unterhaus) hervor, der der Agentur RIA Novosti vorliegt.

    Twitter-Vertreter sollen Accounts in der Datenbank untersucht haben, die die Londoner City University sammelte. Nur ein Prozent von ihnen sei in Russland registriert worden.

    „Obwohl viele dieser Seiten die Regeln von Twitter, die Spam betreffen, verletzten, haben wir derzeit keine ausreichend glaubwürdigen Beweise, die sie mit Russland oder der Agentur von Internet-Recherchen verbinden lassen“, hieß es.

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    Der Ausschuss sei mit der Antwort von Twitter nicht zufrieden. Sie löse weitere Fragen aus.

    Twitter und Facebook hatten der britischen Wahlkommission einen Bericht zur Verfügung gestellt. Darin sei von einer durch russische Strukturen bezahlten Werbung die Rede gewesen. Facebook habe mitgeteilt, dass für die „russische“ Werbung, die die britischen User im Zuge der Brexit-Abstimmung betroffen haben, weniger als ein Dollar ausgegeben worden sei. Twitter teilte mit, dass der TV-Sender RT für Werbung 1.000 Dollar ausgegeben habe.

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    Im Westen scheint es inzwischen zu einer Tradition geworden zu sein, Russland für alle Probleme oder ungeahnten Folgen von Ereignissen zum Sündenbock zu machen. So wird Moskau unter anderem die Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl, die Beeinflussung des Brexit-Referendums sowie der Unabhängigkeits-Volksabstimmung in Katalonien vorgeworfen.

     

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    Tags:
    Wahleinmischung, Sozialnetzwerke, Wahlergebnis, Manipulationen, Wahlkampagne, soziale Netze, Abstimmung, Ermittlung, Werbung, Internet, Referendum, Wahlen, Brexit-Referendum, Brexit, britisches Parlament, Twitter, House of Commons, Facebook, Großbritannien, Russland