03:18 18 Oktober 2018
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    Türkische Panzer an der türkisch-syrischen Grenze (Archivbild)

    Nach Afrin: Türkei zu Einsätzen im Irak bereit – türkischer Außenminister

    © AP Photo / Lefteris Pitarakis
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    Ankara will sich nicht auf die Operation in Afrin beschränken und im Falle einer Sicherheitsbedrohung für das Land diese in Manbidsch und östlich des Euphrat sowie in den irakischen Gebieten Sindschar und Kandil bekämpfen. Über mögliche Militäreinsätze von Ankara sprach der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu.

    Die Pressesprecherin des amerikanischen Staatsministeriums Heather Nauert erklärte am Vortag, das Vorgehen der Türkei in Afrin gehe das Risiko ein, die Wahrnehmung der Gesamtaufgaben der USA und der Türkei in Syrien zu vereiteln. Sie rief Ankara zur Deeskalation auf.

    Çavuşoğlu antwortete darauf, die Türkei würde in Syrien bleiben bis sie dem Terrorismus ein Ende gesetzt, bis er sich erschöpft habe, und dann werde Ankara diese Gebiete ihren wahren Besitzern übergeben. Die Aufrufe, sich auf Afrin zu beschränken, hätten auf die Türkei keine Wirkung. Von wo die Terrorbedrohung auch immer ausgehen möge, sei es Sindschar, Kandil, Manbidsch oder die Gebiete östlich des Euphrats, die Türkei werde gegen sie kämpfen und sie zerstören.

    Am 20. Januar hatte der türkische Generalstab die Militäroperation „Olivenzweig" gegen kurdische Einheiten in der syrischen Stadt Afrin angekündigt. Der türkische Ministerpräsident Binali Yıldırım hatte am vergangenen Sonntag auch die Bodenoffensive in Afrin angekündigt. Die türkischen Truppen werden dabei von der oppositionellen „Freien syrischen Armee" unterstützt.

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    Tags:
    Olivenzweig, Militäreinsatz, Bodenoffensive, Bedrohung, Terrorismus, Generalstab der türkischen Streitkräfte, Freie Syrische Armee (FSA), Heather Nauert, Binali Yildirim, Mevlüt Cavusoglu, Afrin, Manbidsch, Euphrat, Sindschar, Ankara, Türkei, Syrien, Irak, USA