10:22 18 Oktober 2018
SNA Radio
    US-Truppen in der nordsyrischen Stadt Manbidsch - Werden sich die USA zurückziehen müssen?

    „Unverzüglich aus Manbidsch zurückziehen“ – Ankara stellt Forderung an Washington

    © AFP 2018 / DELIL SOULEIMAN
    Politik
    Zum Kurzlink
    2734349

    Die türkische Offensive in Nordsyrien in Richtung der Stadt Afrin dauert an, jetzt will Ankara sie auch auf die Stadt Manbidsch weiter östlich ausweiten, wo allerdings US-Truppen stationiert sind. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat die USA nun zum sofortigen Rückzug aufgefordert.

    Die nordsyrische Stadt Manbidsch liegt etwa hundert Kilometer östlich der Region Afrin und könnte zum nächsten Ziel der türkischen Offensive werden.

    Hierfür müssten allerdings die US-Soldaten ihre Stellungen in dieser Stadt verlassen, um nicht während der Offensive unter türkisches Feuer zu geraten.

    „Sie müssen sich unverzüglich aus Manbidsch zurückziehen“, forderte hierfür der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu von Washington.

    Zudem solle Washington seine Unterstützung für die Kurden einstellen — vor allem was die US-Waffenlieferungen angehe, so die Forderungen aus Ankara.

    Manbidsch wird zurzeit von der kurdischen YPG-Miliz kontrolliert, die die Stadt mit Hilfe von US-Militärs im letzten Jahr vom IS erobern konnte.

    Zwischen Washington und der YPG hat sich dabei eine Art Kampfallianz herausgebildet, die die Türkei jedoch als eine Gefahr für ihre Sicherheit ansieht.

    Ankara betrachtet die YPG-Kämpfer als Terroristen, weil sie enge Verbindungen zur verbotenen Kurdenpartei PKK haben bzw. deren Ableger sind.

    Mittlerweile wächst zwischen Beobachtern die Sorge, dass es in Folge der türkischen Offensive zu einem direkten Zusammenstoß zwischen den USA und der Türkei kommen könnte – beide sind zu alledem Nato-Staaten.

    Bereits am Freitag hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eine mögliche Ausweitung des Militäreinsatzes in Nordsyrien bis zur irakischen Grenze angekündigt.

    Am 20. Januar hatte der türkische Generalstab die Militäroperation „Olivenzweig“ gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG sowie die Partei der Demokratischen Union (PYD) in der syrischen Stadt Afrin angekündigt.

    In Afrin leben rund 1,5 Millionen Kurden und Flüchtlinge aus anderen Gebieten Syriens.

    /NG/GS

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    USA in Bildung „bewaffneter Opposition“ in Syrien involviert – Versöhnungszentrum
    Lehren aus Syrien: Upgrades für russische Aufklärungsdrohnen
    Destabilisierung in Syrien resultiert aus verderblicher Politik der USA – Experte
    Vertretungslehrer aus Syrien und Irak – Pilotprojekt bringt Flüchtlinge in Schulen
    Tags:
    Militärintervention, Kampf gegen den Terror, US-Streitkräfte, Rückzug, Gefechte, Offensive, Angriff, Terroristen, Forderung, Kurden, Militäroperation „Olivenzweig, Kurdenpartei PKK, türkische Armee, YPG, IS, NATO, Donald Trump, Mevlut Cavusoglu, Recep Tayyip Erdogan, Afrin, Manbidsch, Ankara, Türkei, Syrien, Irak, USA