20:02 21 November 2018
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    OSZE-Chef spricht von „toxischem“ Klima in Europa

    © Foto : OSCE/Curtis Budden
    Politik
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    Im heutigen Europa gibt es laut OSZE-Generalsekretär Thomas Greminger noch immer Antisemitismus, Rassenwahn und Xenophobie, und damit ein gefährliches „toxisches“ Klima.

    Antisemitismus, Rassenwahn, Xenophobie und andere Formen fehlender Toleranz gefährden Greminger zufolge nicht nur die Freiheit der Menschen, sondern zeugen auch von einer „toxischen“ Atmosphäre in Europa, die Terror und Verbrechen fördern könnte. Dies zerstöre die Struktur der demokratischen Gemeinschaft selbst und gefährde die Sicherheit des ganzen europäischen Raumes.

    Wie Greminger auf der heutigen internationalen OSZE-Konferenz in Rom ferner ausführte, hatte der Holocaust dafür gedient, dass eine neue Weltordnung nach dem Zweiten Weltkrieg schneller hingenommen wurde. Sowie dafür, dass die Weltgemeinschaft die Diskriminierung und Bekämpfung des Antisemitismus verantwortungsbewusst wahrnehme.   

    Dieser Völkermord habe sich ernsthaft auf internationale Mechanismen zur Festigung der Sicherheit, einschließlich der Tätigkeitsbereiche der OSZE, ausgewirkt, fügte er hinzu.

    Am Montag fand in Rom eine internationale OSZE-Konferenz statt, die der Verantwortung von Ländern, Organisationen und einzelnen Personen im Kampf gegen den Antisemitismus gewidmet wurde. Sie fiel zeitlich mit dem 80. Jahrestag der Verabschiedung der Rassengesetze in Italien im Jahr 1938 zusammen und ging der Übernahme des Vorsitzes in der Internationalen Allianz für Holocaust-Gedenken (IHRA) durch Italien voraus.     

    An der Veranstaltung nahm unter anderem auch der Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses, Wjatscheslaw Mosche Kantor, teil.

     

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    Tags:
    Sicherheit, Xenophobie, Rassenwahn, Rassismus, Zweiter Weltkrieg, Holocaust, Internationale Allianz für Holocaust-Gedenken IHRA, OSZE, Wjatscheslaw Mosche Kantor, Thomas Greminger, Europa, Italien