12:04 17 Juli 2018
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    Kim Jong-un und die Parteiführung in Pjöngjang (Archivbild)

    Nordkorea will in USA Menschenrechtsverletzungen erkannt haben

    © REUTERS / KCNA
    Politik
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    Nordkorea hält die USA nach den Ereignissen des Jahres 2017 für einen zentralen Menschenrechtsverletzer. Dies berichtet die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag.

    Washington „gibt sich ständig als Verteidiger der Demokratie und Menschenrechte“, könne jedoch in Wirklichkeit „sein hässliches Wesen nicht verschleiern“, heißt es in einem aktuellen Bericht des nordkoreanischen Instituts für internationale Fragen.

    Seit dem Amtsantritt von Donald Trump als US-Präsident werde eine „volksfeindliche Politik zugunsten der Reichen“ aktiv geführt. Dass er zum Beispiel Milliardäre, die ihn im Wahlkampf unterstützt hatten, zu wichtigen Amtsträgern ernannt habe, zeuge davon. Laut Pjöngjang beträgt die Gesamtsumme der Kapitalanlagen der Beamten in der US-Administration, die stellvertretend Ministerien oder höhere Ämter bekleiden, rund 14 Milliarden US-Dollar.

    Dem Bericht zufolge gibt es zudem keine echte Meinungsfreiheit in den USA, der Druck auf die Medien hat sich verstärkt. „Die Rassendiskriminierung und der Menschenhass sind ernsthafte Probleme der Sozialordnung der USA, und das hat sich nach dem Machantritt von Trump verschärft“, geht aus dem Dokument ferner hervor. Als Apogäum der rassistischen Politik werden die Ausschreitungen von Nationalisten in Charlottesville (US-Bundesstaat Virginia) im August 2017 bezeichnet.

    Darüber hinaus wollen die Experten festgestellt haben, dass der Marihuana-Konsum, die Zahl der Verbrechen und der Häftlinge in den USA zunehmen würden. Zudem würde alle 89 Sekunden in dem Land eine Frau sexuell belästigt.

    Auf welche Daten sich der Bericht stützt, wird nicht genannt.

    Zuvor hatten die USA Nordkorea mehrmals der systematischen Verletzung der Menschenrechte beschuldigt. Im Januar 2017 hat Washington die Sanktionen gegen Pjöngjang in diesem Zusammenhang erweitert. Trump erklärte, dass das nordkoreanische Regime die Rechtsmacht und die menschliche Würde nicht respektiere, und nannte den nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un einen „Knirps mit Rakete“.

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    Tags:
    Verletzung der Menschenrechte, verschleiern, Wesen, Politik für die Reichen, die Agentur KCNA, Donald Trump, Kim Jong-un, Charlottesville, Pjöngjang, USA, Nordkorea
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