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22:28 22 September 2019
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    Südkoreanische Soldaten patouillieren nahe der Grenze zu Nordkorea (Archivbild)

    Medien berichten über Nordkoreas „Geheimwaffen“

    © AP Photo / Ahn Young-joon, File
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    Die unterirdischen Militärobjekte Nordkoreas können von Pjöngjang im Falle eines Krieges auf der Korea-Halbinsel als „Geheimwaffen“ eingesetzt werden, schreibt „The National Interest“.

    Das US-Magazin verweist darauf, dass es in Nordkorea eine umfassende unterirdische Militärinfrastruktur gebe, die sich im Falle eines militärischen Konfliktes als vorteilhaft für das Land erweisen könne.

    Nach Expertenschätzungen könnten bis zu 2.000 nordkoreanische Soldaten innerhalb einer Stunde den unter der Demilitarisierten Zone befindlichen Tunnel passieren, der 1974 entdeckt worden sei. Ein weiterer Tunnel mit einem noch größeren Durchlassvermögen wurde laut dem Magazin im Jahr 1978 entdeckt. Seitdem seien weitere vier unterirdische Gänge ermittelt worden, die es einer Armeebrigade ermöglichen könnten, die südkoreanischen Befestigungsanlagen innerhalb einer Stunde zu überwinden.

    Die genaue Zahl der unterirdischen Tunnel Nordkoreas sei nicht bekannt, heißt es. Nach der Behauptung des ehemaligen südkoreanischen Generals Han Sung-chu existieren mindestens 84 Tunnel, einige davon sollen zum Stadtzentrum von Seoul führen. Die südkoreanischen Behörden erklären hingegen, die Tunnel stellten keine große Gefahr für Südkorea dar.

    Die vom nordkoreanischen Militär aufgebaute unterirdische Militärinfrastruktur beschränke sich nicht auf Tunnel, so das Magazin weiter. Es würden auch drei unterirdische Luftwaffenbasen existieren, die offensichtlich in dem Fall genutzt werden könnten, wenn die landgestützten Luftwaffenbasen vernichtet werden sollten.

    Nach Angaben von Überläufern hatte Nordkorea im Jahr 2004 damit begonnen, in der Nähe der Demilitarisierten Zone Bunker zum Tarnen von Grenadiereinheiten zu bauen. Es gebe etwa 800 solche unterirdischen Objekte. Darüber hinaus gebe es in Nordkorea rund 8.000 unterirdische Schutzräume für ranghohe Amtspersonen.

    Das Magazin unterstreicht, dass all die genannten unterirdischen Militärobjekte faktisch nicht von Satelliten geortet werden können. Laut Experten gibt es nur drei Möglichkeiten zur Vernichtung der nordkoreanischen unterirdischen Militärinfrastruktur: Bombenangriffe aus der Luft, Truppenstationierung an unterirdischen Objekten und deren Bekämpfung durch Vernichtungsfeuer sowie unmittelbares Eindringen in diese Objekte.

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    Tags:
    Bunker, Tunnel, The National Interest“ (NI), Südkorea, Nordkorea