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    Türkische Experten: „US-Versuche zur Schwächung Russlands zum Scheitern verurteilt“

    © AFP 2019 / JIM BOURG / POOL
    Politik
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    Türkische Experten haben am Donnerstag den kürzlich vom US-Finanzministerium veröffentlichten sogenannten „Kreml-Bericht“ in einem Gespräch mit Sputnik kommentiert.

    Wie der Vize-Vorsitzende der türkischen Vatan-Partei, Yunus Soner, äußerte, ist diese Liste ein weiterer Versuch der USA, die immer mehr in einer Isolation im globalen Maßstab versinken, ihre Positionen beizubehalten. 

    Das US-Vorgehen ist ihm zufolge nicht nur gegen Russland, sondern gegen alle Länder Eurasiens und Asiens gerichtet, die mit Russland zusammenwirken. Die Bildung der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) als reale Alternative für die Vorherrschaft der USA rufe große Besorgnis in Washington hervor.

    Zudem brachte der Experte seine Meinung zum Ausdruck, dass das Vorgehen Washington misslinge.

    Ebenso wie der Gerichtsprozess in den USA gegen den Vize-Chef der türkischen staatlichen Halkbank, Mehmet Hakan Atilla, wegen Verletzung des Sanktionsregimes gegen den Iran keinen negativen Einfluss auf die türkisch-iranische Wirtschaftskooperation gehabt habe, werde sich auch der „Kreml-Bericht“ nicht negativ auf die wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit Russlands mit seinen westasiatischen und eurasischen Partnern auswirken. 

    Außerdem habe dieser Schritt der USA erneut der ganzen Welt verdeutlicht, dass die seit dem Kalten Krieg  von Washington verwendeten Mechanismen des Druckes ineffizient seien.  

    Auch der türkische Politologe Volkan Özdemir erklärte in Bezug auf den „Kreml-Bericht“, dass die USA das Ziel verfolgten, die russische Elite zu spalten und diese Spaltung in einen Handelsgegenstand gegen Russland umzuwandeln.    

    Mit ihrem Verhalten gegenüber den ranghohen russischen Kreisen machten die USA klar, entweder gegen ihre eigene Führung zu agieren oder die Früchte ihrer Untätigkeit zu ernten. Diese Versuche sind laut dem Experten aber zum Scheitern verurteilt.

    „Wir sind Zeuge davon, wie Finanzen und Wirtschaft als politisches Instrument ausgenutzt werden. Wenn Russland wirtschaftlich isoliert wird, wird eine ernsthafte politische Gegenreaktion darauf folgen.  Letzen Endes wird dies eine Spaltung zwischen Russland und den USA im Wirtschaftsbereich verursachen. Das kann wiederum zu wachsenden Spannungen in den Beziehungen und sogar zum Ausbruch eines Finanzkrieges führen“, sagte der Politologe abschließend.

    Das US-Finanzministerium hatte in der Nacht zum Dienstag den sogenannten „Kreml-Bericht“ veröffentlicht. Darin sind 114 Politiker sowie ranghohe Beamte und 96 Geschäftsleute erwähnt. Generalstabschef Waleri Gerassimow, Außenminister Sergej Lawrow sowie Premier Dmitri Medwedew stehen ebenfalls auf dieser Liste.

    Der Bericht enthält auch die Namen von sogenannten Oligarchen, unter denen das US-Finanzministerium russische Unternehmer versteht, deren Eigentum mindestens eine Milliarde US-Dollar beträgt.

     

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    Tags:
    Kreml-Bericht, Vatan-Partei, Volkan Özdemir, Yunus Soner, Waleri Gerassimow, Sergej Lawrow, Dmitri Medwedew, Türkei, USA, Russland