08:37 17 November 2018
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    Stadt Sewastopol auf der Krim

    Krim unter Sanktionen häufiger von Ausländern besucht als zuvor

    © Sputnik / Sergey Malgavko
    Politik
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    Seit der Verhängung der Sanktionen besuchen mehr ausländische Touristen die Krim als vor ihrer Verhängung. Über diese Statistik sprach der Chef des Krim-Parlaments Wladimir Konstantinow.

    Nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland waren Sanktionen über die Halbinsel verhängt worden. Die westlichen Länder erkannten die Ergebnisse des Referendums über eine Wiedervereinigung nicht an und erlegten eine ganze Reihe von wirtschaftlichen und politischen Einschränkungen auf. 

    Es bestehe kein Mangel an ausländischen Delegationen, so Konstantinow. Allein im vorigen Jahr hätten Vertreter von 60 Ländern die Halbinsel besucht. Als die Krim noch nicht sanktioniert gewesen sei, habe die Halbinsel weniger Besucher verzeichnet. Es gebe kein schnelles und direktes Ergebnis, aber dies sei bei Volksdiplomatie die Regel. Konstantinow äußerte die Hoffnung auf eine öffentliche Meinungsänderung im Westen. Diese würde aktuell auch stattfinden.

    Am „sanktionierten“ Flughafen von Simferopol würden laut Konstantinow täglich 220 Flugzeuge landen. Das sei fantastisch, sogar in der Sowjetzeit habe die Krim solche Zahlen nicht verzeichnet. Die Entwicklung einiger Wirtschaftsbranchen, wie beispielsweise der Luftverkehr und die Entwicklung der Seehäfen, werde allerdings ohne Sanktionen leichter zu bewerkstelligen sein. Die Behörden würden jedoch von der tatsächlichen Situation ausgehen. Die Entwicklung der Krim würden keine Sanktionen stoppen können, so Konstantinow.      

    Dabei unterstrich der Politiker, dass eine Einschätzung des durch die Sanktionen hervorgerufenen wirtschaftlichen Schadens schwierig sei. Im Vergleich zur Zeit unter der ukrainischen Regierung sei alles gut. Es gebe keine äußerst schlechten sozialökonomischen Kennziffern, sie seien alle höher als unter der früheren Regierung. Die Ukraine habe beinahe ein Vierteljahrhundert die Krim regiert, ohne Sanktionen. Es habe aber keine Investitionen, keine Entwicklung und auch keine ausländischen Touristen gegeben.

    Die Krim war nach dem Referendum im März 2014 eine russische Region geworden, wobei 96,77 Prozent der Wähler der Republik Krim und 95,6 Prozent der Einwohner von Sewastopol dafür gestimmt hatten. Die Behörden von der Krim haben das Referendum nach dem Staatsstreich in der Ukraine im Februar 2014 durchgeführt. Kiew betrachtet die Krim als sein Territorium, das vorübergehend besetzt sei. Die russische Staatsführung hat mehrmals erklärt, dass die Einwohner der Krim demokratisch und in voller Übereinstimmung mit dem Völkerrecht und der UN-Charta für die Wiedervereinigung mit Russland gestimmt hatten. Laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sei die Krim-Frage „endgültig gelöst“.

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    Tags:
    UN-Charta, Völkerrecht, Staatsstreich, Touristen, Schaden, Wirtschaft, Westen, Referendum, Wiedervereinigung, Sanktionen, Wladimir Konstantinow, Ukraine, Krim, Russland