15:40 23 April 2018
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    US-Atomwaffendoktrin: USA können Weltgeschehnisse willkürlicher interpretieren

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    Der Chef des Verteidigungsausschusses des russischen Oberhauses, Viktor Bondarew, hat die neue US-Atomwaffendoktrin bewertet.

    Die neue US-Atomwaffendoktrin ermögliche eine willkürliche Interpretierung aller Weltgeschehnisse und entlasse Washington aus jeglicher Verantwortung für sein Verhalten in der Weltarena, so Bondarew. 

    „Der Text der Doktrin entlässt die US-Führung aus jeglicher Verantwortung für jegliche Handlungen, denn in diesem Dokument gibt es zu breite Möglichkeiten für eine willkürliche Interpretierung der Ereignisse in der Weltarena und der Lage in den inneren Angelegenheiten der souveränen Länder", sagte er.

    Die USA hätten keine deutlichen Erklärungen und keine eigenen Kriterien einer Bedrohung oder von Notumständen vorgelegt, betonte er.

    „Allerdings glaube ich nicht, dass die politische Führung dieses heutzutage gespaltenen Landes so unvernünftig wäre, um von den großen Worten zu Handlungen überzugehen", räumte Bondarew ein.

    Nicht zufällig werde in der Doktrin hervorgehoben, dass die USA weder Russland noch China als Gegner wahrnehmen wollten, sagte er.

    „Selbstverständlich werden die US-Amerikaner sich auf einen offenen Konflikt mit zwei führenden Weltmächten nicht einlassen. Es ist nicht auszuschließen, dass die USA ihre Expansion auf den Territorien von kleinen Rohstoffländern weiter treiben werden, um mit Hilfe der Rüstungsexporte, der Kontrolle der Ölpreise, der Nutzung des menschlichen Kapitals zu ihren Gunsten zu verdienen", betonte der Sicherheitspolitiker.

    „Die US-Atomwaffendoktrin zeigt, wer der tatsächliche Aggressor von Weltmaßstab ist", sagte er abschließend.

    Tags:
    Atomwaffendoktrin, China, Russland, USA
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