03:13 22 Juli 2018
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    Kirche in der Siedlung Maloretschenskoje, Krim, Russland (Symbolbild)

    Besuch auf der Krim: AfD-Landtagsabgeordnete wollen Beziehungen verbessern

    © Sputnik / Alexej Malgawko
    Politik
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    Eine Delegation mit Vertretern von drei deutschen Länderparlamenten ist am Samstag auf der Krim eingetroffen. Am Flughafen der Krim-Hauptstadt Simferopol haben sie gegenüber Journalisten das Ziel ihres Besuches genannt sowie über die Aussichten der Tätigkeit deutscher Firmen auf der Halbinsel gesprochen.

    Juri Gempel, Vorsitzender der Krimdeutschen-Gemeinde, teilte RIA Novosti mit, die Delegation werde vom 3. bis 9. Februar auf der Krim weilen. Der Delegation gehören neun Mitglieder der „Alternative für Deutschland“, Landtagsabgeordnete aus Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen, an.

    Die Abgeordneten würden sich mit Vertretern von national-kulturellen Gemeinschaften der Republik treffen, Touristenattraktionen der Halbinsel besuchen sowie sich mit der Arbeit von Landwirtschaftsbetrieben vertraut machen.

    Laut Gempel zeigen die Abgeordneten großes Interesse für die partnerschaftlichen Beziehungen zu Krim, um gute Beziehungen dafür schaffen, dass deutsche Unternehmen auf die Halbinsel kommen.

    Laut Hugh Bronson, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, wollen die Abgeordneten mit diesem Besuch ein besonderes Signal senden, denn sie halten die Zusammenarbeit mit Russland für wichtig.

    Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (Archivbild)
    © AFP 2018 / DPA/ Bernd von Jutrczenka
    Außerdem haben sich die Abgeordneten zu den jüngsten Drohungen des ukrainischen Außenministers Pawel Klimkin gegen deutsche Firmen geäußert. Zuvor hatte dieser erklärt, die Ukraine bereite Maßnahmen gegen diejenigen deutschen Unternehmen vor, die trotz der EU-Sanktionen gegen Russland auf der Krim tätig seien. Bronson sagte zu Journalisten, die deutschen Firmen sollten selbst entscheiden, in welchen Regionen sie arbeiten sollten. Wie Roger Beckamp, Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen, mitteilte, werden die Abgeordneten nach dem Besuch den deutschen Firmen Empfehlungen geben, wie sie sich auf der Krim verhalten sollen.

    Die Krim war nach dem Referendum im März 2014 eine russische Region geworden, wobei 96,77 Prozent der Wähler der Republik Krim und 95,6 Prozent der Einwohner von Sewastopol dafür gestimmt hatten. Die Behörden von der Krim haben das Referendum nach dem Staatsstreich in der Ukraine im Februar 2014 durchgeführt. Die russische Staatsführung hat mehrmals erklärt, dass die Einwohner der Krim demokratisch und in voller Übereinstimmung mit dem Völkerrecht und der UN-Charta für die Wiedervereinigung mit Russland gestimmt hatten. Laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ist die Krim-Frage „endgültig gelöst“.

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    Tags:
    Landtag, Unternehmen, Ziel, Abgeordnete, Besuch, Sanktionen, Partei Alternative für Deutschland (AfD), Roger Beckamp, Hugh Bronson, Juri Gempel, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Krim, Deutschland, Russland
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