14:33 15 Oktober 2018
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    Petro Poroshenko (L) und Michail Saakaschwili (Archivbild)

    Protestzug in Kiew: Saakaschwili erzählt von Poroschenkos „eisernen Windeln“

    © REUTERS / Ukrainian Presidential Press Service
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    Der ehemalige georgische Präsident und jetzige ukrainische Oppositionspolitiker Michail Saakaschwili hat dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko einen Versuch vorgeworfen, seine Protestaktion in Kiew zu verhindern. Angeblich zu diesem Zweck installierte Metallkonstruktionen bezeichnete Saakaschwili in einem Interview als „eiserne Windeln“.

    Saakaschwilis Anhänger versammelten sich am Sonntag für einen Protestmarsch im Kiews Zentrum. Sie verlangen die Amtsenthebung von Poroschenko, berichtet ein Sputnik-Korrespondent vor Ort.

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    Kiews Behörden sollen am Tag zuvor auf der zentralen Straße, Chreschtschatyk, Konstruktionen aus Metall installiert haben. In dem Interview dem ukrainischen Fernsehsender NewsOne bezeichnete der Oppositionspolitiker das als Versuch, die Demonstration zu verhindern.

    „In der Wirklichkeit hat der verängstigte Petro von den Malediven für sich eiserne Windeln gestellt, damit wir dort unsere Bühne nicht montieren können“, so Saakaschwili.

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    Im Taras Schewtschenko Park neben Chreschtschatyk befinden sich bereits Tausende Menschen mit ukrainischen Flaggen und schwarz-roten Flaggen der Nationalisten, meldet unser Korrespondent. Immer mehr Menschen kommen an. An der Aktion wird auch Saakaschwili selbst teilnehmen.

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    Ursprünglich wollten die Anhänger des Politikers durch Chreschtschatyk zum Platz Majdan Nesaleschnosti marschieren, wo sich üblich Protestaktionen in Kiew abspielen. Die Organisatoren änderten aber die Route des Zuges, damit es zu keinen Provokationen seitens Teilnehmer anderer Demos kommt.

    Die Sicherheitsmaßnahmen in Kiews Zentrum wurden wegen Massenveranstaltungen verstärkt. Rund 2000 Polizisten und Gardisten patrouillieren in der Stadtmitte.

    Anhänger von Michail Saakaschwili bei einer Protestaktion in Kiew, der 4. Februar 2018
    © REUTERS / Gleb Garanich
    Anhänger von Michail Saakaschwili bei einer Protestaktion in Kiew, der 4. Februar 2018
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