20:11 18 Oktober 2018
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    Sewastopol, die größte Stadt der Krim

    Ukrainischer Botschafter in Berlin droht deutschen Parlamentariern

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    Politik
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    Die Reise deutscher Landtagsabgeordneter auf die Krim hat beim ukrainischen Botschafter in Berlin eine heftige Reaktion ausgelöst: Der Diplomat stellte den betreffenden Parlamentariern „traurige Konsequenzen“ in Aussicht.

    Eine Delegation mit Vertretern von drei deutschen Länderparlamenten war am Samstag zu einem einwöchigen Besuch auf der Krim eingetroffen, nach eigenen Angaben um ein Zeichen für die Zusammenarbeit mit Russland zu setzen.

    In seiner Reaktion auf Twitter bezeichnete der ukrainische Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk, die Reise als "verantwortungslos“ und die deutschen Delegierten selbst als „traurige Abgeordnete“.

    Diese Reise werde für sie „sehr traurige rechtliche Folgen“ nach sich ziehen, warnte  der Diplomat. „Es ist schade, dass unsere Warnungen bislang nicht ernst genommen worden sind. Nun wollen wir aber mal sehen.“

    Die Krim war im März 2014 – nach gut zwei Jahrzehnten in der unabhängigen Ukraine – wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Schwarzmeerhalbinsel in einem Referendum mehrheitlich dafür abgestimmt hatte. Rund einen Monat zuvor war es in der ukrainischen Hauptstadt Kiew zu einem nationalistischen Umsturz gekommen. Die Regierung in Kiew betrachtet die Krim weiterhin als ihr eigenes Hoheitsgebiet und setzt die dortige Bevölkerung mit Sanktionen und Blockaden unter Druck.

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    Partei Alternative für Deutschland (AfD), Berlin, Krim, Deutschland, Russland, Ukraine