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    Tragbare Flugabwehrrakete (Symbolbild)

    Su-25-Abschuss: Rakete könnte aus Ukraine stammen – Geheimdienstveteran

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    Russischer Su-25-Kampfjet in Idlib abgeschossen (17)
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    Die tragbare Flugabwehrrakete, mit der ein russisches Kampfflugzeug Su-25 in der syrischen Provinz Idlib abgeschossen wurde, könnte aus einem ukrainischen Munitionsdepot stammen, mutmaßt Igor Morosow, einst Mitarbeiter des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR und heute Mitglied des Föderationsrates (Parlamentsoberhaus).

    „Im Herbst hat es in dem Munitionslager in Kaliniwka einen Brand mit solch katastrophalen Folgen gegeben, dass selbst ukrainische Amtspersonen es nicht ausgeschlossen haben, dass der Brand absichtlich verursacht wurde, um den Diebstahl von Hunderten Waffen zu verbergen, die dann ohne Wissen ukrainischer Behörden über verschiedene Schmuggellieferungen zu syrischen Terroristen gelangt sein konnten“, äußerte Morosow.

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    Er schloss außerdem nicht aus, dass die Flugabwehrrakete von einem Waffenarsenal der Nato in einem osteuropäischen Land gestohlen worden sein könnte.

    Durch den Vorfall werde Russlands Luftwaffe, die die syrischen Landetruppen unterstützt, dazu gezwungen, ihre „Taktik der Flüge völlig zu ändern“.

    „Solche Raketen funktionieren in einer Höhe von 3200 oder 3000 Meter, jetzt werden alle Flüge der russischen Luftstreitkräfte in Syrien in einer größeren Höhe durchgeführt“, so der Politiker.

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    Die Su-25 war am Samstagnachmittag kurz vor dem Einflug in die Deeskalationszone Idlib abgeschossen worden. Nach Erkenntnissen des russischen Verteidigungsministeriums war eine Rakete von einem von der Terrormiliz al-Nusra-Front kontrollierten Gebiet aus abgefeuert worden.

    Der Pilot rettete sich zwar mit dem Schleudersitz, wurde jedoch auf dem Boden bei einem Schusswechsel mit Angreifern getötet. Kurz danach bekannte sich die al-Nusra-Front zu der Tat. Am selben Tag griff das russische Militär die Gegend massiv mit Präzisionswaffen an und tötete nach eigenen Angaben mindestens 30 Terrorkämpfer.

    Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurde die Su-25 mit einer schultergestützten Flugabwehrrakete vom Himmel geholt. Solche Waffen kamen in dem seit 2011 andauernden Syrien-Krieg bisher kaum zum Einsatz.

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    Ende September war ein Munitionsdepot in Kalyniwka bei der südwestlich von Kiew gelegenen Stadt Winnyzja in Brand geraten. Rund 30 000 Menschen mussten evakuiert werden, der Luftraum in einem Radius von 50 Kilometern um das Depot wurde gesperrt. In dem Munitionslager wurden unter anderem Geschosse für Mehrfachraketenwerfer der Typen „Grad“, „Smertsch“ und „Uragan“ gelagert.

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    Russischer Su-25-Kampfjet in Idlib abgeschossen (17)

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