14:23 17 November 2018
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    Abschuss russischer Su-25 in Idlib sabotiert Astana-Prozess – Türkei-Experten

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    Russischer Su-25-Kampfjet in Idlib abgeschossen (17)
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    Die Manpads-Flugabwehrrakete, mit der die Terrormiliz Dschabhat an-Nusra die russische Su-25 in der syrischen Provinz Idlib angegriffen hat, könnte über die von den USA bewaffneten kurdischen Einheiten in Terroristenhände gelangt sein. Dies sagt der Leiter des Instituts für strategische Studien Ankara (ANKA), Rafet Aslantaş, gegenüber Sputnik.

    Laut Rafet Aslantaş sind so große Mengen an Waffen in die Region geliefert worden, dass sie „von umherziehenden Militanten von einer Terrorgruppierung leicht an eine andere weitergegeben worden sein könnten“.

    Aslantaş verwies auf die Tatsache, dass das russische Flugzeug Su-25 in der Provinz Idlib abgeschossen wurde, wo nach Vereinbarung der Staaten, die den Astana-Prozess zur Syrien-Regelung garantieren, eine Schutzzone eingerichtet werden soll. „Die sich in der Region aufhaltenden Militärangehörigen der Staaten, die sich für die Schaffung der Schutzzone und der Beobachtungspunkte in Idlib einsetzen, sind mit einer direkten Bedrohung und dem Versuch konfrontiert, sie in Misskredit zu bringen.“

    Der Experte fügte hinzu, dass gleichzeitig mit dem Abschuss des russischen Kampfjets ein türkischer Panzer vernichtet wurde, was zu denken gebe. Zwar liege die Hauptverantwortung in dieser Frage bei Russland und der Türkei. Aber ein Ergebnis könne nur durch gemeinsame Bemühungen all der Länder erzielt werden, die diesen Prozess unterstützen würden, so  Aslantaş.

    „Es geht um die territoriale Integrität Syriens“

    „Ob alle Seiten, darunter auch die USA, die Schaffung einer Schutzzone wirklich anstreben oder die USA dennoch eigene Pläne in Bezug auf dieses Territorium hegen? Welches ist die Haltung der europäischen Länder dazu?“, fragte sich der Experte. „Es geht nicht nur darum, ob Assad geht oder nicht. Es geht vielmehr um die territoriale Integrität Syriens“, betonte er.

    Nach Vermutung des türkischen Nahost-Experten Oytun Orhan vom Zentrum für strategische Nahost-Studien (Orsam) stammte die besagte Manpads-Rakete möglicherweise aus den USA. Denn: „Die Gruppierung, die das Flugzeug abgeschossen hat, hatte sich früher unter den Militanten befunden, die nach einem US-amerikanischen Unterstützungsprogramm bewaffnet und ausgebildet wurden.“

    Diese Attacke könne als Fortsetzung der Drohnenangriffe auf den Stützpunkt Hmeimim (am 6. Januar in der syrischen Provinz Latakia – Anm. d. Red.) betrachtet werden. „Die Türkei wertet solche Attacken wie die gegen das russische Flugzeug als Versuch der abseits des Astana-Prozesses Stehenden, diesen zu sabotieren und einen Schlag gegen die Abkommen über die Schaffung einer Schutzzone zu führen“, sagte der Experte.

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    Angriff, Folgen, Abschuss, Regelung, Flugzeug, Su-25, Naher Osten, Türkei, Syrien, USA, Russland