17:03 26 Juni 2019
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    Ein polnischer Aktivist vor dem Denkmal der Dankbarkeit an die Rote Armee im Warschauer Skaryszew-Park

    Polen: Denkmal für Dankbarkeit gegenüber Roter Armee demontiert

    © Sputnik / Alexej Witwizki
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    Das Monument für Dankbarkeit gegenüber der Roten Armee in der polnischen Stadt Dębica im Südosten des Landes ist im Rahmen der Durchsetzung eines Gesetzes zur „Dekommunisierung“ am Dienstag demontiert worden.

    „Der bestätigten Information vom Generalkonsul Russlands in Polen, Alexander Minin, zufolge ist am 3. Februar das Denkmal für Dankbarkeit gegenüber der Roten Armee vollständig demontiert worden, das zu Ehren des 20. Jahrestages der Befreiung von den faschistischen Okkupanten in der Stadt Dębica errichtet wurde“, teilte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Alexej Fomitschjow, mit.

    Ihm zufolge ist dies der erste Fall der Demontage eines russischen Denkmals auf dem Territorium des russischen Generalkonsulats in Krakau.

    Fomitschjow betonte, dass der Bürgermeister der Stadt sein Bedauern wegen des Abrisses des Denkmals zum Ausdruck gebracht hatte. Der Stadtchef sei indes gezwungen gewesen, die Anweisung des Instituts für Nationales Gedenken zu erfüllen.

    Der Sprecher des Verteidigungsministeriums teilte zudem mit, dass in Polen in den Jahren 2014 bis 2017 in über 20 Fällen Gedenkstätten, die dem Gedenken an sowjetische Soldaten gewidmet waren, per Beschluss von örtlichen Behörden demontiert oder  in ihrer Architektur ernsthaft geändert wurden.

    Im Juni 2017 hatte der polnische Senat Änderungen zum Gesetz zur „Dekommunisierung“ verabschiedet, die es nun ermöglichen, im ganzen Land etwa 500 Denkmäler abzureißen, die den Sowjetsoldaten gewidmet sind.

    Zuvor hatte der polnische Sejm den Abriss der Denkmäler für Soldaten der Roten Armee unterstützt. Das Außenministerium Russlands beschuldigte den Sejm einer „raffinierten Freveltat“.

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    Tags:
    Freveltat, Bedauern, Abriss, Dekommunisierung, Demontage, Denkmal für Dankbarkeit, Außenministerium Russlands, Institut für Nationales Gedenken IPN, Rote Armee, Russisches Generalkonsulat, Verteidigungsministerium Russlands, polnischer Sejm, Alexej Fomitschjow, Alexander Minin, Krakau, Russland, Dębica, Polen