05:38 26 April 2018
SNA Radio
    SPD-Logo

    „Tritt ein, sag nein“: SPD erlebt massive Eintrittswelle vor GroKo-Abstimmung

    © AFP 2018 / Bernd von Jutrczenka / dpa
    Politik
    Zum Kurzlink
    0 4811

    Seit Jahresbeginn erlebt die SPD eine richtige Eintrittswelle: Die Partei hat 24.339 neue Mitglieder hinzugewonnen. GroKo-Gegner hatten zuvor mit dem Slogan „Tritt ein, sag nein“ für Neueintritte geworben. Das scheint funktioniert zu haben.

    Vor allem seit dem SPD-Sonderparteitag in Bonn am 21. Januar, auf dem die Delegierten knapp den Koalitionsverhandlungen zustimmten, gingen Medienberichten zufolge Tausende neue Mitgliedsanträge bei der Partei ein.

    Wegen des historisch schlechten Wahlergebnisses der SPD von 20,5 Prozent bei der Bundestagswahl und rückläufiger Umfragewerte fürchten die GroKo-Gegner, dass eine neue Große Koalition die Talfahrt nur noch beschleunigen könnte.

    Nun dürfen insgesamt 463.723 Sozialdemokraten darüber entscheiden, ob eine neue Große Koalition zustande kommt, teilte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil auf Twitter mit. „Wahnsinn!“, schrieb Klingbeil. „Ich freue mich, dass ihr alle dabei seid!“. Stimmberechtigt ist, wer bis 18 Uhr an diesem Dienstag im Mitgliederverzeichnis der SPD stand.

    Das Ergebnis des Mitgliedervotums soll in drei bis vier Wochen bekannt werden — voraussetzt, Union und SPD einigen sich auf einen Koalitionsvertrag.

    Auch andere Parteien wuchsen laut „Spiegel Online“ rund um die Bundestagswahl. Die FDP sei im vergangenen Jahr um 10.000 Mitglieder gewachsen und sei nach diesem Aufnahmerekord auf 63.050 Partei-Angehörige gekommen. Die Grünen hätten seit Jahresbeginn mehr als 1000 Neuzugänge erlebt. Und die Linke sei bis Ende 2017 auf 62.300 Mitglieder gekommen — so viele wie seit 2013 nicht mehr.

     

    Zum Thema:

    Mit dem Kopf statt mit dem Herzen: SPD deckt Merkels Unfähigkeit
    Eintritt zum Ausstieg: Der unschöne Tod der SPD
    Union und SPD einigen sich bei zentralem Streitthema
    Tags:
    Rekord, GroKo, Abstimmung, Mitglied, CDU/CSU, SPD, Angela Merkel, Berlin, Deutschland