11:22 18 Oktober 2018
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    Russischer Politiker spricht von Doppelspiel Polens

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    Warschaus Bereitschaft, die Beziehungen zu Russland in einigen Bereichen zu deblockieren, hat am Donnerstag der Chef des Ausschusses für Informationspolitik beim Föderationsrat (russisches Oberhaus), Alexej Puschkow, auf Twitter kommentiert.

    „Ich höre erneut vom polnischen Außenministerium, dass es bereit sei, die Beziehungen zu Moskau zu deblockieren. Zugleich will es auch den Bau der North-Stream-2-Pipeline zum Scheitern bringen und einen Rabatt für Gas bekommen“, schrieb Puschkow in seinem Twitter-Account.

    ​Ende Januar erläuterte der polnische Präsident Andrzej Duda beim Internationalen Wirtschaftsforum im schweizerischen Davos, dass Polen Gaslieferungen unter ebensolchen Bedingungen wie Deutschland bekommen wolle.

    Im Dezember hatte der polnische Premier Mateusz Morawiecki betont, dass Nord Stream 2 ein sehr schädliches Projekt sei, das die Sicherheit in Mitteleuropa bedrohe.

    Das polnische Öl- und Gasunternehmen PGNiG kauft den Großteil seines Gasvolumens bei dem russischen Gasriesen Gazprom. Der langfristige Vertrag über Gaslieferungen läuft 2022 aus.

    Polen und die baltischen Länder Lettland, Litauen und Estland bemängeln ständig die Abhängigkeit vom russischen Gas und rufen zur Diversifizierung der Energieversorgung auf.

     

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    Tags:
    Gazprom, Mateusz Morawiecki, Andrzej Duda, Alexej Puschkow, Estland, Litauen, Polen, Lettland, Deutschland, Russland