07:26 14 November 2018
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    Russlands „Einmischung in Brexit“: YouTube findet keine Beweise

    © Flickr/ Rego Korosi
    Politik
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    YouTube hat keine Beweise gefunden, die auf eine Einmischung Russlands in das Referendum über den Austritt Großbritanniens aus der EU hinweisen. Dies teilte die Direktorin des Unternehmens für Beziehungen zu staatlichen Institutionen, Juniper Downs, am Donnerstag mit.

    „Wir haben eine gründliche Ermittlung bezüglich der Brexit-Abstimmung durchgeführt und keine Bestätigung für eine Einmischung gefunden. Wir haben alle Werbeanzeigen, die irgendeine Verbindung zu Russland haben, überprüft, und keine Beweise dafür gefunden, dass unsere Services für eine Einmischung in das Referendum benutzt worden wären“, erklärte Downs.

    Am Donnerstag haben die dem Thema „Fake News“ gewidmeten Anhörungen des britischen Parlaments in Washington stattgefunden, an denen sich Vertreter von Google, YouTube, Facebook, Twitter, CNN und CBS beteiligten. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Besuchs der Delegation des britischen Ausschusses für Digitaltechnologien in die USA statt.

    Zuvor hatten Twitter und Facebook der britischen Wahlkommission einen Bericht zur Verfügung gestellt. Darin sei von einer durch russische Strukturen bezahlten Werbung die Rede gewesen. Facebook habe mitgeteilt, dass für „russische“ Werbung, die britische Facebook-Nutzer im Zuge der Brexit-Abstimmung gesehen haben, weniger als ein Dollar ausgegeben worden sei. Twitter teilte mit, dass der TV-Sender RT für Werbung 1000 Dollar ausgegeben habe.

    Im Westen scheint es inzwischen zu einer Tradition geworden zu sein, Russland für alle Probleme oder ungeahnten Folgen von Ereignissen zum Sündenbock zu machen. So wird Moskau unter anderem die Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl und die Beeinflussung des Brexit-Referendums sowie der Volksabstimmung über ein unabhängiges Kataloniens vorgeworfen.

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    Tags:
    Facebook, Großbritannien, USA