14:03 23 Juli 2018
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    Die Stadt Mossul nach der Befreiung von IS-Kräften

    Nach IS-Vertreibung aus Mossul: Tote Zivilisten immer noch in Wohnhäusern

    © Sputnik / Nazek Mohammed
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    Die Situation um die Beisetzung von Verstorbenen ist im irakischen Mossul, das vor sieben Monaten von der Terrormiliz IS (auch: Daesh) befreit wurde, weiterhin katastrophal. Eine Einwohnerin des Stadtviertels Al Mankuba am östlichen Euphrat-Ufer sagte gegenüber Sputnik, sie habe ihre fünf getöteten Familienangehörigen zu Hause beisetzen müssen.

    Ihr 36-jähriger Sohn, Prediger einer Moschee, sei wegen der Weigerung, Daesh beizutreten, von den Terroristen hingerichtet worden. Der Mann und der jüngere Sohn sowie die Tochter und ihr Mann seien bei Bombardierungen ums Leben gekommen. Die Schwiegertochter sei verletzt und verkrüppelt worden,  so die 60-Jährige.

    Als die (US-geführte) Koalition die Daesh-Kämpfer mit Bomben angegriffen beziehungsweise aus der Stadt verdrängt habe, seien viele Zivilisten getötet worden, so Um Ammar.

    Tote Viertel der Stadt Mossul nach der Befreiung von IS-Kräften
    © Sputnik / Nazek Mohammed

    Laut anderen Einwohnern von Mossul wurden Angehörige und Nachbarn, deren Bestattung am Friedhof zu gefährlich war, in Hauskellern beerdigt. Weitere Zivilisten würden sich immer noch unter Haustrümmern befinden.

    Um Ammar hat internationale humanitäre Organisationen, Freiwillige und alle, die Mitleid haben, aufgerufen, in die Stadt zu kommen und bei der Bestattung der Toten zu helfen.

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    Tags:
    Bestattung, Bombardierung, US-geführte Koalition, Terrormiliz Daesh, Mossul, Irak
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