19:45 21 August 2018
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    Operativ-taktische Raketenkomplexe vom Typ „Iskander-M“ (Archivbild)

    „Man verwechselt Ursache und Folge“: Politiker zu Polens Sorgen über Iskander-Raketen

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    Der russische Außenpolitiker Alexej Puschkow hat Polens Besorgnisse über die Stationierung von Iskander-Raketenkomplexen im Gebiet Kaliningrad kommentiert. Laut Puschkow verwechselt man in Warschau Ursache und Folge, wenn man darüber spricht.

    „In Polen behauptet man, dass die neusten Raketenabwehrsysteme für den Schutz vor russischen Iskander-Raketen nötig sind. Aber solange es in Polen keine US- und Nato-Militärstützpunkte gab, unter anderem keine Raketenabwehrbasen, gab es im Gebiet Kaliningrad auch keine Iskander-Raketen. In Warschau verwechselt man absichtlich Ursache und Folge: die Ursache ist die Nato-Ausweitung nach Osten“, schrieb Puschkow, Chef des Ausschusses für Informationspolitik des Föderationsrates (russisches Oberhaus), auf seinem Twitter-Account.

    Zuvor hatte der Leiter des Verteidigungsausschusses der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus), Wladimir Schamanow, bestätigt, dass Russland Iskander-Raketen in der Nähe von Kaliningrad stationiert habe. Polen hatte mehrmals seine Besorgnis über die Stationierung von Iskander-Raketen im Gebiet Kaliningrad geäußert. Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte gesagt, Russland habe nie jemanden bedroht, aber Russland habe das souveräne Recht, überall auf dem eigenen Territorium Waffen zu stationieren.

    Die Iskander ist eine taktische ballistische Boden-Boden-Rakete und gehört zur Klasse der Kurzstreckenraketen. Das Iskander-Raketensystem wird von der russischen Armee seit 2006 eingesetzt. Das System ist mobil und manövrierfähig und schon innerhalb von 20 Minuten einsatzbereit.

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    Tags:
    Besorgnisse, Stationierung, Iskander, Föderationsrat, Alexej Puschkow, Gebiet Kaliningrad, Polen, Russland
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