07:04 20 April 2018
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    Russischer Außenminister Sergej Lawrow

    Lawrow: „Westen kann sich immer noch nicht vom Schock erholen“

    © Sputnik / Grigorij Syssoew
    Politik
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    Die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland sind äußerst angespannt, gerade die westlichen Sanktionsmaßnahmen belasten das Verhältnis schwer. Laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow entspringt dabei die antirussische Politik einem Schock, den westliche Politiker immer noch nicht verkraften können.

    Laut Lawrow liegen die Gründe für die antirussische Politik des Westens in dem Schock vom Zusammenbruch der politischen Illusion, dass gegen Russland eine „Politik der Willkür“ möglich sei.

    „Diese Illusionen haben sich in den ‚wilden 90-ern‘ verfestigt, als westliche, amerikanische, europäische Berater bei uns in den Schlüsselministerien gearbeitet haben, als die Privatisierung nach ihren Schablonen durchgeführt wurde“, erklärte Lawrow im russischen Fernsehen.

    In den 2000er Jahren habe sich Russland aber wieder daran erinnert, dass „es kein Land ist, das gerade jetzt aus dem Nirgendwo aufgetaucht ist, sondern ein Land mit tausendjähriger Geschichte“, auf das die Menschen stolz seien, so der Chef der russischen Diplomatie.

    „Das wurde zum Schock für all diejenigen, die in den Illusionen der Willkür gegen Russland schwebten. Sie können sich von diesem Schock, wie ich das sehe, immer noch nicht erholen“, betonte Lawrow.

    Genau zu der Zeit, als diese Illusionen zusammengebrochen seien, hätten auch die gegenwärtigen „Übergriffe“ angefangen.

    Als Beispiel nannte Lawrow dabei die amerikanischen Ermittlungen zu der angeblichen Einmischung Russlands in die US-Präsidentschaftswahlen.

    „Nach mehr als einem Jahr der Ermittlungen ist (…) nicht ein einziger Beweis zu der spekulativen Aussage aufgetaucht", sagte der russische Außenminister.

    Die Ermittlungen zu der mutmaßlichen Einmischung Russlands in die US-Präsidentschaftswahlen sowie zu den angeblichen Verbindungen des US-Präsidenten Donald Trump nach Russland werden im amerikanischen Justizministerium und im US-Kongress geführt.

    Sowohl das Weiße Haus als auch der Kreml haben diese Vorwürfe stets dementiert. Der Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte die Vorwürfe mehrfach als "absolut unbegründet" bezeichnet.

    /NG/GS

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    Tags:
    antirussische Politik, Diplomatie, Privatisierung, US-Präsidentschaftswahlen, Das Weiße Haus, Kreml, US-Justizministerium, US-Kongress, Donald Trump, Dmitri Peskow, Sergej Lawrow, Westen, USA, Russland