09:13 20 April 2018
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    Die Chefredakteurin der Mediengruppe Rossiya Segodnya und des TV-Senders RT, Margarita Simonjan (Archivbild)

    „Misserfolg auf RT und Sputnik geschoben“: Simonjan zu „Brexit-Einmischung“

    © Sputnik / Witalij Belousow
    Politik
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    Die Chefredakteurin von Sputnik und RT, Margarita Simonjan, hat einen Bericht der britischen Kommunikationsagentur 89up über „wesentlichen Einfluss“ von Sputnik und RT auf die Ergebnisse des Brexit-Referendums kommentiert. Sie wirft dabei den britischen PR-Leuten vor, dass sie ihren Misserfolg auf RT und Sputnik schieben wollen.

    „Den britischen PR-Leuten ist es nicht gelungen, für die Vorteile Großbritanniens in der EU zu werben, darum schieben sie ihren Misserfolg auf RT und Sputnik“, wird Simonjan von RT zitiert. „Sie können sich nicht damit abfinden, dass ihre Mitbürger selbstständig denken können, etwas anderes außer der Zeitung ‚The Times‘ lesen und so abstimmen, wie sie wollen.“

    Zuvor hatten die britischen Medien über einen Bericht der Kommunikationsagentur 89up über angebliche „Versuche Russlands“ berichtet, die Ergebnisse des Brexit-Referendums zu beeinflussen. Laut der Studie hatten Publikationen von russischen Medien, unter anderem von RT und Sputnik, und ihre Verbreitung in den sozialen Netzwerken viermal mehr Einfluss auf das Referendum als die offizielle Brexit-Kampagne.

    Die Kommunikationsagentur 89up beschäftigt sich mit politischem PR und Lobbyismus. Sie wurde von der Nichtregierungsorganisation Best for Britain finanziert, die im vorigen Jahr mehr als 400.000 Pfund von US-Milliardär George Soros erhalten hatte. Diese Informationen, die zuerst die Zeitung „The Daily Telegraph“ veröffentlicht hatte, wurde von dem Milliardär bestätigt.

    Bei dem Referendum vom 23. Juli 2016 hatte die knappe Mehrheit der Briten für einen Ausstieg aus der Europäischen Union gestimmt. Das Austrittsverfahren war am 29. März 2017 gestartet worden. Genau zwei Jahre danach, am 29. März 2019, soll Großbritannien laut Artikel 50 des Vertrags von Lissabon die Europäische Union verlassen.

    Moskau hatte die Vorwürfe der angeblichen versuchten Einmischung in die Wahlen und Volksabstimmungen anderer Länder mehrmals als haltlos zurückgewiesen.

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    Tags:
    PR, Beeinflussung, Einmischung, Lobbyismus, Bericht, Medien, Brexit-Referendum, Brexit, Best for Britain, Kommunikationsagentur 89up, RT, Sputnik, Margarita Simonjan, Großbritannien, Russland
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