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    Johnson besorgt wegen entschlossener Brexit-Stopp-Versuche

    © AFP 2018 / JUSTIN TALLIS
    Politik
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    Der britische Außenminister Boris Johnson hat seine Besorgnis vor den entschlossener werdenden Versuchen mancher Leute gewarnt, eine Annullierung der Ergebnisse des Referendums über den Austritt des Vereinigten Königreiches aus der Europäischen Union zu erzielen, wie die britischen Medien berichten.

    Johnson sei darüber beunruhigt, „dass manche Leute immer entschlossener werden, Brexit zu stoppen, um die Ergebnisse des Referendums vom 23. Juni 2016 rückgängig zu machen und die Umsetzung des Willens des Volkes zu verhindern“, schreibt die Zeitung „The Guardian“.

     „Meines Erachtens ist das ein katastrophaler Fehler, der zu einem lange anhaltenden und nicht auszumerzenden Gefühl des Verrats führen wird. Wir können nicht erlauben, dass dies geschieht“, erklärte der britische Außenminister laut dem Pressedienst des Außenministeriums.

    Wie Johnson ferner betonte, dürfe die Regierung des Vereinigten Königreiches die Besorgnis der Brexit-Gegner nicht ignorieren, um nicht die Fehler jener zu wiederholen, die seinerzeit die Euroskeptiker ignoriert hatten.

    „Wenn wir dieses Projekt (Brexit – Anm. d. Red.) zum nationalen Erfolg führen wollen, was wir zu tun verpflichtet sind, so müssen wir auch jene erreichen, die immer noch Besorgnis empfinden“, sagte der Politiker.

    Johnson hatte die Briten dazu aufgerufen, sich im geeinten Bestreben danach, das Vereinigte Königreich als ein großes und starkes unabhängiges Land zu erhalten, zusammenzuschließen.

    In der vergangenen Woche berichteten die britischen Medien, dass der US-amerikanische Milliardär George Soros in die Kampagne zur Brexit-Aufhebung mehr als eine halbe Million Dollar investiert habe. Später war bekannt geworden, dass Soros weitere etwa 140.000 Dollar dafür auszugeben beabsichtige.

    Bei dem Referendum vom 23. Juni 2016 hatte die knappe Mehrheit der Briten für einen Ausstieg aus der Europäischen Union gestimmt. Das Austrittsverfahren war am 29. März 2017 gestartet worden. Genau zwei Jahre danach, am 29. März 2019, soll Großbritannien laut Artikel 50 des Vertrags von Lissabon die Europäische Union verlassen.
    Die Verhandlungen über den EU-Austritt Großbritanniens sollen bis November 2018 dauern. Dann müssen die nationalen Parlamente der EU-Länder das vereinbarte Brexit-Abkommen innerhalb von sechs Monaten ratifizieren.

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    Tags:
    Brexit, The Guardian, Boris Johnson, EU, Großbritannien