12:35 14 August 2018
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    Übungen in Eis und Schnee

    Gegen „russische Bedrohung“: Britische Soldaten erdulden Frost und hüfttiefen Schnee

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    Britische Soldaten haben an den Winterübungen „Winter Camp“ in Estland teilgenommen. Ziel der Übungen ist das Trainieren für die Abwehr einer „russischen Aggression“.

    Wie die Online-Zeitung vzglyad.ru unter Berufung auf die britische Zeitung „The Daily Star“ zu den neuntägigen Manövern schreibt, befand sich das Lager im estnischen Tapa, nur 80 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.

    Laut der Zeitung waren zwei Challenger-Panzer sowie Schützenpanzer vom Typ Warrior bei den Übungen eingesetzt.

    Die Soldaten mussten sich in hüfttiefem Schnee durcharbeiten und bei einer Lufttemperatur von minus 19 Grad in Zelten schlafen, schreibt die Zeitung. Es sei für die Soldaten eine „harte Bewährungsprobe“ gewesen, gaben die Übungsteilnehmer zu.

    Dem Major der Königlichen Waliser Darren Hughes zufolge stellt Russland zweifelsohne eine starke Militärmacht dar, die Europa jedoch „nicht täglich bedroht“. „Wir sind hier dazu da, um jedem potentiellen Aggressor zu zeigen, dass die Nato eine kampffähige Militärmacht und bereit ist, etlichen Gefahren standzuhalten“, so Hughes.

    Wie der britische Verteidigungsminister Gavin Williamson dazu äußerte, müsse das Vereinigte Königreich seinen Verpflichtungen „gegen die wachsende Aggression seitens des russischen Staates gegenüber Britannien und seinen Verbündeten“ nachkommen. 
    „Diese Bedrohung ist real und steht schon an unserer Schwelle. Wir dürfen nicht den Schaden unterschätzen, den Russland zufügen kann”, so der Minister.

    Das Departement für Auslandsaufklärung Estlands hat am  8. Februar den Jahresbericht „Estland in der internationalen Sicherheitsumgebung“ veröffentlicht, der fast zu 90 Prozent über Russland handelt. Das Dokument wurde in Estland wegen “eines beklemmend niedrigen Analyse-Niveaus” kritisiert.

    Moskau hat wiederholt darauf verwiesen, dass die Nato-Führung und etliche europäische Länder den Mythos von der „russischen Bedrohung“ aufbauschen. Wie die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa sagte, sind bis jetzt keine konkreten Beispiele für „die russische Bedrohung“ formuliert worden. Der Kreml warnte den Westen davor, von einem Angriff seitens Russlands auf irgendjemanden auch nur hypothetisch zu sprechen.

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    Tags:
    Aggression, Übungen, Bedrohung, The Daily Star, NATO, Gavin Williamson, Maria Sacharowa, Estland, Großbritannien, Russland
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