02:28 16 August 2018
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    US-Geheimdienste fürchten chinesische Handys

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    Die US-Geheimdienste empfehlen den US-Bürgern, keine chinesischen Smartphones der Firma Huawei zu nutzen. Dies meldet der US-amerikanische Wirtschafts- und Finanznachrichtensender Consumer News and Business Channel (CNBC) am Mittwoch.

    Das FBI, die CIA, die NSA und die Nationale Aufklärung der USA fürchten, dass der Gadget-Hersteller Huawei und das chinesische Telekommunikationsunternehmen ZTE für die chinesische Regierung arbeiten, wie der TV-Sender präzisiert.

    „Das (der Gebrauch von chinesischen Smartphones – Anm. d. Red.) schafft Risiken eines Drucks auf unsere Telekommunikationsinfrastruktur. Es bedeutet zudem die Gefahr eines Diebstahls der Information und der Spionage“, zitiert CNBC den FBI-Direktor Christopher A. Wray.

    Ein Vertreter von Huawei entgegnete, dass das Unternehmen „keine größere Gefahr als jeder andere Lieferant von Technologien“ darstelle.

    Reuters zufolge ist man über den möglichen chinesischen Einfluss mittels Smartphones auch im US-Senat besorgt. So meint der Chef des Ausschusses für Geheimdienstliche Angelegenheiten, Richard Burr, dass China gerade über die Telekommunikationsunternehmen einen Zugang zu US-Technologien und intellektuellem Eigentum zu bekommen versuche. Der Senator ist sich sicher, dass Huawei und ZTE eng mit der chinesischen Regierung verbunden seien.

    Bei ZTE hat man die Frage von Reuters nicht beantwortet. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums bezeichnete die USA im Gespräch mit der Nachrichtenagentur als „die stärkste Weltmacht“ und gab sich erstaunt, dass das Land überall Feinde sehe.

    „Wenn sogar die USA meinen, dass sie von Feinden umkreist seien, was müssen dann andere Länder tun? Ich weiß nicht, woher Washington dieses Gefühl einer ständigen Gefahr hat“, so der Gesprächspartner der Agentur.

    Im Januar plante Huawei, auf dem US-Markt hervorzutreten, indem das Unternehmen einen Vertrag mit einem der größten Mobilfunkanbieter der USA, AT&T, abzuschließen. Der Deal war gescheitert, das Unternehmen weigerte sich, chinesische Smartphones zu verkaufen. Den Angaben von Android Police zufolge hat dies mit dem Druck auf AT&T seitens der US-Bundeskommission für Telekommunikation zu tun. Die Behörde ist sich zudem ebenfalls sicher, dass Huawei mit den chinesischen Geheimdiensten zusammenarbeite.

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    Handys, Telekommunikation, Gadgets, Technologien, US-Markt, US-Geheimdienste, chinesisches Außenministerium, chinesische Regierung, chinesische Geheimdienste, US-Bundeskommission für Telekommunikation, AT&T, CNBC, US-Senat, Huawei, ZTE, NSA, CIA, FBI, Reuters, Richard Burr, Christopher A. Wray, Washington, China, USA
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