16:14 16 Oktober 2018
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    Veröffentlichung von „Kreml-Bericht“: EU-Botschafter zu möglichen Konsequenzen

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    Politik
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    Der EU-Botschafter in Russland, Markus Ederer, hat sich gegenüber der russischen Zeitung „Kommersant“ dazu geäußert, welche Konsequenzen die Veröffentlichung des sogenannten „Kreml-Berichts“ haben kann.

    „Was die EU als offizielle Struktur angeht, haben wir bisher keine Konsequenzen aus dieser Veröffentlichung gesehen“, sagte Ederer.

    „Wie die Amerikaner selbst sagen, ist es bislang nur eine Liste“, fügte er hinzu.
    Der EU-Botschafter betonte dabei, dass er auf die Reaktion der Assoziation des Europäischen Business auf die Veröffentlichung dieses Dokuments geachtet habe. Es hieß, dass das Auftauchen der Liste „Ungewissheit und zusätzliche Risikos bei der Geschäftsführung in Russland bringt“.

    „Meiner Meinung nach sollen die Geschäftsleute eine Einschätzung geben: Sie kennen siсh darin besser als ich aus“, so der Diplomat abschließend.

    Das US-Finanzministerium hatte zuvor den sogenannten „Kreml-Bericht“ veröffentlicht. Darin sind 114 russische Politiker sowie Beamte und 96 Geschäftsleute erwähnt. Die Liste sieht keine sofortigen Sanktionen gegen diese Personen vor, könnte aber eine künftige Verhängung von Sanktionen bedeuten.

    Russlands Präsident Wladimir Putin nannte den Bericht einen „unfreundlichen Akt“, der den ohnehin in einer schwierigen Lage befindlichen russisch-amerikanischen Beziehungen schade. Moskau werde jedoch von Gegenmaßnahmen absehen und die Entwicklung der Situation verfolgen, betonte der russische Präsident.

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    Tags:
    Konsequenzen, Kreml-Liste, Markus Ederer, EU, USA, Russland