15:19 24 Februar 2018
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    Raketenkomplex Iskander-M bei Militärübungen (Archivbild)

    „Iskander“ bei Kaliningrad als symmetrische Antwort an Nato – Verteidigungspolitiker

    © Sputnik/ Sergej Orlow
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    Die Stationierung von „Iskander“-Raketenkomplexen in der Region Kaliningrad ist unter anderem eine symmetrische Antwort auf das Nato-Vorgehen, sagte der Chef des Verteidigungsausschusses des Föderationsrates (russisches Parlamentsoberhaus), Viktor Bondarew, gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti.

    „Die Stationierung des operativ-taktischen Raketenkomplexes ,Iskanderʻ muss nicht nur als symmetrische Antwort auf das Vorgehen der Nato, sondern vor allem als Bestandteil des komplexen Systems der Festigung der Verteidigungsfähigkeit unseres Landes betrachtet werden“, so Bondarew.

    Er betonte dabei, dass es „ganz logisch“ sei, unter solchen Bedingungen die Verteidigungsfähigkeit Russlands zu festigen und jegliche Möglichkeiten einer Attacke von Anlieger- und Nachbarterritorien zu neutralisieren.

    Er verwies darauf, dass „die Raketen, die die ,Iskanderʻ-Komplexe tragen, nicht gegen den INF-Vertrag verstoßen, weil die Reichweite ihrer Flüge nicht mehr als 500 Kilometer ausmacht“. Die „Iskander“-Komplexe sind ihm zufolge keine strategische Waffe, deswegen unterliegen sie keinen durch den START-3-Vertrag verhängten Einschränkungen.

    Beim Nato-Gipfeltreffen Anfang Juli 2016 in Warschau war die Stationierung von zusätzlich 4000 Soldaten in den baltischen Staaten beschlossen worden. Die Nato will vier multinationale, rotierende Bataillone für das östliche Bündnisgebiet schaffen.

    Zur Formierung der Truppen sind die Rahmenstaaten bestimmt worden: In Lettland wird Deutschland dafür verantwortlich sein, in Litauen Kanada, in Estland Großbritannien und in Polen die USA.

    Zuvor hatte Moskau erklärt, dass das US-Vorgehen im militärischen Bereich die europäische Sicherheit verschlechtere und Risiken in diesem Bereich schaffe.

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    Tags:
    Antwort, Stationierung, Attacke, Sicherheit, Iskander, NATO, Wiktor Bondarew, Kaliningrad, Russland
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