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09:17 21 September 2019
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    Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen in dem Militärcamp Mirra unweit der nordirakischen Stadt Erbil

    Von der Leyen als nächste Nato-Chefin? Netz-Reaktionen sagen viel aus

    © REUTERS / Azad Lashkari
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    Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen wird nach Informationen der „Welt“ in Nato-Kreisen als mögliche Nachfolgerin von Generalsekretär Jens Stoltenberg gehandelt. Begeisterung über diese Neuigkeit kam im Netz nur kaum auf.

    In hohen Kreisen der Militärallianz scheint man von der deutschen Ministerin begeistert zu sein. „Die deutsche Verteidigungsministerin von der Leyen genießt im Bündnis einen hervorragenden Ruf. Sie hat strategisches Gespür, sie besitzt eine große Sachkenntnis, alle Minister-Kollegen hören zu, wenn sie spricht, und sie kümmert sich engagiert auch um die kleineren Länder in der Allianz“, zitiert die „Welt“ einen Vertreter des Bündnisses.

    Ein weiterer Nato-Spitzendiplomat lobte demnach den großen Beitrag der Bundesverteidigungsministerin: Deutschland habe unter von der Leyen sein Engagement in der Nato deutlich verstärkt. „Das ist auch der Verteidigungsministerin zu verdanken. Sie wäre eine gute Wahl für das Amt des Generalsekretärs“, wird der Diplomat zitiert.

    Unterstützung für eine mögliche Kandidatur von der Leyens als Nachfolgerin Stoltenbergs kommt dabei aus der Union und der FDP. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen (CDU), sagte der „Welt am Sonntag“: „Es wäre in jedem Fall schön, wenn Deutschland 25 Jahre nach Manfred Wörner den Posten des Nato-Generalsekretärs anstreben würde.“

    Florian Hahn, sicherheitspolitischer Sprecher der CSU, ist auch für einen deutschen Politiker als Nato-Chef: „Ich würde das absolut begrüßen. Eine deutsche Besetzung würde nicht zuletzt für eine höhere Wahrnehmung der Nato und ihrer existenziellen Bedeutung für unser Land sorgen.“

    Auch die FDP würde das laut ihrem Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff begrüßen: „Ganz unabhängig von der Person wäre ein deutscher Nato-Generalsekretär prinzipiell eine gute Sache. Wir könnten damit deutlich machen, dass Deutschland sich nicht in einer isolierten Rolle sieht, sondern fester Bestandteil des Bündnisses ist.“

    Unter dem entsprechenden Beitrag der „Welt“ gibt es inzwischen mehr als 500 Kommentare. Positive Reaktionen sind darunter nur schwer zu finden – die meisten Leser scheinen eine Wahl von der Leyens zur Nato-Chefin falsch oder gar lächerlich zu finden. Auch auf Twitter müsste sich man richtig Mühe geben, um Begeisterung unter den Nutzern zu finden.

    „Stellen Sie sich vor, Sie hätten es über Jahre nicht geschafft, Fahrradfahren zu lernen. Und plötzlich werden Sie als Favorit für den Sieg der Tour de France gehandelt…“, schreibt der Nutzer Petr Bystron.

    ​Der Nutzer ScienceFiles kommentierte: „Wenn von der Leyen als Generalsekretär der Nato ins Gespräch gebracht wurde (von wem eigentlich) und Aussicht auf den Job hat, zeigt das nur, dass man als Nato GenSek keinerlei Kompetenzen und Fähigkeiten benötigt…“

    „Reiner Wahnsinn! Uschi v.d.Leyen, die bisher in jedem Amt, in das sie vorgeschoben wurde, nichts als Chaos & extrem frustrierte Mitarbeiter hinterlassen hat, soll jetzt also auf ein Amt gehoben werden, damit sie ihren Russlandhass & ihre Unfähigkeit ganz ausleben darf? Die Nato hat fertig“, lautet der Kommentar von „MerkelGate“.

    ​Der „Welt“-Leser Georg H. schrieb: „Übers Familienministerium ins Verteidigungsministerium und jetzt in die Nato, das nenne ich mal gut durchdacht. Jetzt kommt endlich jemand mit Kompetenz und Erfahrung, wir kommen langsam vor Lachen nicht mehr in den Schlaf. Wie lange braucht sie, bis auch dort nichts mehr funktioniert? Ein Kasperletheater sondergleichen.“

    „Wie! Ist das Putins Plan — die Erosion der Nato durch Uschi, die in wenigen Jahren eine Armee kampfunfähig gemacht hat? Sauber — der Plan könnte funktionieren….“, so Stefan W.

    „Soll da jemand weggelobt werden? Wenn ja, endlich mal ein guter Schritt für Deutschland, anschließend kann es ja nur besser werden mit der Bundeswehr. Allerdings ist dann die Nato am Ende, aber was soll’s, Hauptsache Flin t en uschi ist weg“, findet Joachim R.

    „Wie ich kürzlich bereits schrieb: Wenn Herr Putin mal schlechte Laune hat, dann muss er sich lediglich Artikel über die Bundeswehr und Frau Von der Leyen durchlesen und schon kommt er aus dem Lachen nicht mehr heraus. Nur schade, dass es für uns als Betroffene nicht ganz so lustig ist“, so Thomas S.

    „Die Dame muss über vorzügliche Kontakte verfügen. Kompetenz ist das Auswahlkriterium sicherlich nicht“, schrieb Sophia L.

    „In der Politik gibt es tatsächlich noch witzige Sachen. Hätte ich nicht gedacht“, so der Leser Omega.

    ​Die Amtszeit von Nato-Chef Stoltenberg läuft 2020 aus. Ursula von der Leyen wäre im Falle einer Wahl die erste Frau an der Spitze der Allianz.

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    Bundeswehr, Generalsekretär, NATO, Jens Stoltenberg, Ursula von der Leyen, Brüssel, Deutschland