21:10 21 September 2018
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    Milizen der Terrorgruppe Dschebhat an-Nusra im syrischen Dorf Aziza (Archiv)

    Lawrow erkennt Versuche, Nusra-Terroristen in Syrien „aus der Schusslinie zu nehmen“

    © AFP 2018 / Guillaume Briquet
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    Hinter den Aufrufen an die syrische Armee, ihre Offensive in der Provinz Idlib zu stoppen, sieht der russische Außenminister, Sergej Lawrow, einen Versuch, die Kämpfer der Terrormiliz al-Nusra-Front zu retten.

    Derzeit werden laut dem Minister in der Uno aktiv humanitäre Probleme in Ost-Ghuta und Idlib besprochen. Im Sicherheitsrat seien Aufrufe an die syrische Regierungsarmee zu hören, die Angriffshandlungen zu stoppen. Es gebe eine Initiative für eine Erklärung einer mindestens einmonatigen Pause, um die Situation zu beruhigen und humanitäre Hilfsgüter zu liefern.

    „Das Problem bestehe darin, dass in Idlib und Ostghuta Kämpfer der al-Nusra-Front die erste Geige spielen – einer Organisation, die der UN-Sicherheitsrat als terroristisch eingestuft hat. In Einklang mit allen bestehenden Vereinbarungen kann die Terrorbekämpfung mit nichts eingeschränkt werden“, sagte Lawrow.

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    Moskau sei besorgt, dass die syrischen Regierungstruppen und die sie unterstützende Luftwaffe Russlands im Grunde genommen die Einzigen seien, die den Versuch unternähmen, die Terrormiliz und ihre Kollaborateure zu unterdrücken.

    „Hinter allen Aufrufen, die Offensive der syrischen Armee zu stoppen, –  und dies geschieht mit der gleichzeitigen Ablehnung unserer Vorschläge, zu garantieren, dass Dschabhat al-Nusra ebenfalls aufhören wird – verhüllen <…> einen Versuch, al-Nusra aus der Schusslinie zu nehmen“.

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    Lawrow wandte sich an „unsere westlichen Kollegen, die einen Einfluss auf Dschabhat al-Nusra haben, – sie leugnen das auch nicht“: Die Miliz sei eine terroristische Struktur und müsse „gebändigt werden“, bevor man nach einer Lösung der humanitären Problemen suchen könne.

    „Sonst muss sie vernichtet werden, darin bestehen keine Zweifel“, meint der Minister.

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    In Syrien herrscht seit 2011 ein Krieg, der laut UN-Angaben bereits mehr als 280.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen vom Westen unterstützte Rebellen, aber auch die islamistischen Terrormilizen Daesh (auch Islamischer Staat, IS), die al-Nusra-Front und andere gegenüber.

    Eine US-geführte Koalition fliegt seit 2014 Angriffe auf Syrien, aber ohne Zustimmung der Regierung in Damaskus.

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