04:27 10 August 2020
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    Nach diversen Berichten darüber, dass eine Offensive der syrischen Volkswehr auf die von Kurden kontrollierte Stadt Afrin durch Warnfeuer türkischer Streitkräfte gestoppt wurde, hat nun der Staatschef der Türkei, Recep Tayyip Erdoğan, diese Informationen in einer im Staatfernsehen am Dienstag ausgestrahlten Rede erwähnt und bestätigt.

    „Heute Abend wurde etwa ein Dutzend Fahrzeuge gesichtet, die Richtung Afrin fuhren. Nach einem Artilleriebeschuss (durch die türkischen Streitkräfte) mussten sie kehrtmachen. Dabei blieb es bislang“, sagte Erdogan.

    „Gestern hatten wir mit dem geehrten (russischen Präsidenten Wladimir) Putin und dem geehrten (iranischen Präsidenten Hassan) Rouhani gesprochen und entsprechende Vereinbarungen getroffen. Leider fassen einige Terrorgruppierungen im Alleingang manchmal falsche Beschlüsse. Das ist unannehmbar. Sie werden dafür büßen müssen“, drohte der türkische Präsident.

    Früheren Medienberichten zufolge sollten die syrischen Regierungskräfte nach Abstimmung mit der kurdischen Miliz YPG in den nächsten zwei Tagen Positionen an der türkischen Grenze und in Afrin selbst beziehen. Die syrische Agentur SANA meldete am Montag, dass Kämpfer der syrischen Volkskräfte „bereits in den nächsten Stunden“ in Afrin vorrücken dürften. Später am gleichen Tag teilte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit, dass die syrische Regierungsarmee ihren Vorstoß Richtung Afrin stoppte, nachdem er mit Akteuren im syrischen Konflikt verhandelt hatte.

    Am 20. Januar hatte der türkische Generalstab den Beginn der Operation „Olivenzweig“ gegen die Kurden im syrischen Afrin verkündet. Auf der Seite der Türkei kämpft auch die sogenannte Freie Syrische Armee. Damaskus verurteilt entschieden die Handlungen Ankaras in Afrin und weist darauf hin, dass Afrin ein integrierter Teil Syriens ist. Moskau ruft alle beteiligten Parteien auf, Zurückhaltung an den Tag zu legen und die territoriale Integrität Syriens zu achten.

     

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    Tags:
    Erklärung, Offensive, Kurden, Recep Tayyip Erdogan, Afrin, Türkei, Syrien