17:18 23 Juli 2018
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    SPD-Politiker befürwortet Gasprojekt Nord Stream 2

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    Politik
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    Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Thomas Krüger, hat die am Mittwoch in der FAZ veröffentlichte Kritik einiger Europapolitiker von CDU, CSU, FDP und GRÜNEN an der Ostseepipeline Nord Stream 2 zurückgewiesen.

    Der Vorwurf, die Pipeline würde Europa spalten, weil sie in den baltischen Staaten, in Polen, der Slowakei, der Ukraine, in Dänemark und Schweden auf Widerstand stoße, bediene vielleicht gewisse Ressentiments, habe aber mit der Realität nichts zu tun, erklärte Krüger nach Angaben des Pressedienstes der SPD-Landtagsfraktion. Es könne aus Krügers Sicht auch nicht Aufgabe der EU sein, die Beziehungen zu Russland zu verschärfen. Vielmehr müsse die EU diese langfristig wieder entspannen – wirtschaftlich und politisch.

    Nord Stream 2 ist aus diesem Grund nicht nur aus energiepolitischer Sicht eine wichtige Verbindung nach Russland, sondern auch aus politischer Sicht. Solange Nationen fair miteinander handelten, gibt es auch Chancen für Entspannung in anderen Bereichen. Mecklenburg-Vorpommern hat deshalb ein großes Interesse, die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland wieder zu normalisieren und ein friedliches Nebeneinander der EU mit den benachbarten Nicht-EU-Mitgliedern anzustreben“, wurde der Politiker in der Mitteilung zitiert.

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    Tags:
    Kritik, Vorwurf, Beziehungen, Pipeline, Nord Stream-2, EU, Die Grünen, FDP, CDU/CSU, SPD, Russland, Deutschland
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