11:14 16 Juni 2019
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    Ukrainische Soldaten (Archivbild)

    „Nicht nur Javelins“: USA wollen Rüstungslücken ukrainischer Armee schließen

    © AP Photo / Efrem Lukatsky
    Politik
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    Javelin-Raketenkomplexe sollen laut dem Ukraine-Beauftragten des US-Außenministeriums Kurt Volker nur einen Teil der US-Hilfe für die Ukraine ausmachen. Ziel der USA ist es, Bewaffnungslücken der ukrainischen Armee zu schließen und ihre Fähigkeit zur Verteidigung des eigenen Territoriums zu erhöhen, wird Volker in der „Ukrainskaja Prawda“ zitiert.

    „Während der Amtszeit von (Barack) Obama hatten die USA der Ukraine ebenfalls Hilfe im Sicherheitsbereich geleistet. Es galt dabei jedoch eine deutliche Einschränkung: nichts Todbringendes. Die Trump-Administration hat diese Einschränkung aus der Obama-Zeit abgeschafft. Dies erweitert die Möglichkeiten der USA zur Unterstützung der Ukraine. Javelin-Komplexe werden tatsächlich Teil dieser Hilfe sein, aber es geht um viel mehr. Unser Ziel ist, die Bewaffnungslücken der ukrainischen Armee zu schließen, indem die Fähigkeit der ukrainischen Streitkräfte zur Verteidigung ihres Territoriums erhöht wird“, sagte Volker im Interview.

    Die USA würden weiterhin ihre unentgeltliche Hilfe für Kiew im Sicherheitsbereich leisten, aber der Ukraine werde jetzt das Recht gewährt, Waffen zu kaufen, an denen es ihr mangele, so Volker.

    „Die Aufgabe besteht nicht darin, mit Hilfe dieser Waffen ein Territorium zurückzugewinnen oder den Konflikt zu lösen. Dafür sind diplomatische Verhandlungen da. Zu diesem Zweck wollen wir uns über Friedenstruppen einigen“, so der Ukraine-Beauftragte.

    Die Aufgabe sei anders. Sie bestehe darin, der Ukraine zu einem effektiveren Schutz zu verhelfen, denn die Ukraine werde angegriffen. „Dort wird ein heißer Krieg geführt. Ukrainische Soldaten sterben jede Woche. Die Ukraine hat als ein unabhängiger Staat das Recht auf Schutz, und wir können ihre Verteidigungsfähigkeit stärken“, so der US-Diplomat.

    Die Kiewer Behörden reden immer wieder von einer „russischen Aggression“. So habe der ukrainische Präsident Petro Poroschenko auf die Gefahr eines „umfassenden Krieges“ hingewiesen. Moskau weist derartige Erklärungen zurück und betont dabei, dass Russland mit dem Donbass-Konflikt nichts zu tun habe und an der Überwindung der ukrainischen Krise interessiert sei.

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    Tags:
    Territorium, Verteidigung, US-Außenministerium, Kurt Volker, Donald Trump, Barack Obama, USA, Ukraine