08:59 16 November 2018
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    Trident II

    USA nennen Bedingungen für Verzicht auf nukleare Marschflugkörper

    © AP Photo / Phil Sandlin
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    Die USA wollen ihre Pläne zur Stationierung seegestützter ballistischer Raketen aufgeben, wenn Russland den INF-Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme einhalten wird. Dies erklärte der Vizeberater des US-Verteidigungsministers für Fragen der Verteidigungspolitik hinsichtlich der Kernwaffensysteme, Robert Soofer, am Donnerstag.

    „Wenn Russland damit beginnt, Verhandlungen zum Abbau der taktischen Kernwaffen zu führen, (…) dann können wir über die seegestützten ballistischen Raketen reden“, sagte er auf der Jahreskonferenz  Nuclear Deterrence Summit, die in The Ritz-Carlton, Pentagon City in Arlington, USA, vom 20. bis zum 22. Februar zum Thema der nuklearen Abschreckung veranstaltet wird.

    Soofer drückte zudem eine tiefe Besorgnis darüber aus, dass Russland nach seiner Behauptung seine nukleare Aufrüstung fördere.

    „Wir haben uns die russische Strategie, russische Doktrin und die Übungen angesehen. (…) Und wir müssen etwas tun, um darauf zu reagieren, denn wir hatten keine Wahl“, fügte er hinzu.

    Vernichtung der ballistischen Mittelstreckenraketen vom Typ RSD-10 Pioner im Rahmen des INF-Vertrages auf den Militärgelände Kapustin Jar. 12. Mai 1991
    © Sputnik / Vladimir Pervenzev
    Der INF-Vertrag wurde im Dezember 1987 während des offiziellen Besuchs des sowjetischen Staatschefs, Michail Gorbatschow, in Washington unterschrieben. Unter den Abbau geriet eine ganze Klasse von Raketen mit einer Reichweite von 500 bis 1000 und von 1000 bis 5500 Kilometern, einschließlich der auf Kuba stationierten Raketen P-12 und P-14, die im Jahr 1962 zur Karibischen Krise geführt hatten.

    Neue US-Doktrin

    US-Navy im Asien-Pazifik Region (Archiv)
    © AP Photo / Spc. 2nd Class Z.A. Landers/U.S. Navy
    Zuvor hatte das Pentagon seine nukleare Doktrin veröffentlicht, der zufolge sich Washington auf der Entwicklung von Kernwaffen mit kleinerer Sprengkraft konzentrieren wolle. Darüber hinaus werde die Modernisierung der Kernstreitkräfte und die Entwicklung von Einheiten „der nuklearen Triade“ (interkontinentale Raketen, strategische U-Boote und Kampfflugzeuge) fortgesetzt.

    Die USA würden nicht beabsichtigen,  die Schwelle des Kernwaffeneinsatzes zu verringern. Das Hauptziel bleibe die Zügelung sowohl von nuklearen als auch von nichtnuklearen „strategischen Angriffen“.

    Das russische Außenministerium erklärte zuvor, dass Washington die internationale Gemeinschaft irritiere, indem es behauptet, dass die neue nukleare Doktrin des Landes die Schwelle des Kernwaffeneinsatzes keineswegs senken werde. Besondere Besorgnis wecken bei Moskau die Absichten der USA, ein Kleinleistungsarsenal für seegestützte ballistische nukleare Raketen sowie „leichtere Sprengköpfe für die ballistischen Raketen der U-Boote „Trident-II“ zu schaffen.

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    Tags:
    U-Boote, Strategie, Kernwaffensysteme, Mittelstreckenrakete, Doktrin, Außenministerium Russlands, US-Verteidigungsministerium, Pentagon, Michail Gorbatschow, Robert Soofer, Kuba, Washington, Russland, USA