07:15 18 Juli 2018
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    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel

    Merkel und Macron schreiben Brief an Putin

    © REUTERS / Fabrizio Bensch
    Politik
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    Die Bundesregierung hat am Freitag bestätigt, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Marcon einen Brief an den russischen Präsidenten Wladimir Putin gerichtet haben. Darin rufen sie Putin auf, den neuen Resolutionsentwurf des UN-Sicherheitsrates zu Syrien zu unterstützen.

    In der Mitteilung, die vom Pressedienst der Bundesregierung verbreitet wurde, wird auf die verzweifelte Situation um die Zivilbevölkerung in Ost-Ghuta hingewiesen.

    Macron und Merkel sollen laut der Agentur Reuters zudem später je ein Telefonat mit Putin nach der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat führen.

    Zuvor hatten die Delegationen aus Schweden und Kuwait dem UN-Sicherheitsrat ein Resolutionsprojekt vorgelegt. Das Dokument sieht die Einführung einer 30-tägigen Waffenruhe in Syrien für Hilfsgüter-Lieferungen und ärztliche Hilfe vor.

    Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat bereits den neuen Resolutionsentwurf des UN-Sicherheitsrates zu Syrien kritisiert. Der geplante Waffenstillstand in Syrien darf sich laut ihm nicht auf Terror-Gruppierungen wie den „Islamischen Staat“ (IS) oder die Al-Nusra-Front beziehen. Der Westen lehne diesen Schritt jedoch ab.

    „Wir haben ihnen eine sehr präzise Formulierung vorgeschlagen, laut der sich der Waffenstillstand auf keinen Fall auf den IS, die Al-Nusra-Front und andere Gruppierungen (…) erstrecken darf“, sagte Lawrow am Donnerstag. „Unsere westlichen Partner wollen aber in diesen Ausschluss konkreter Terroristen aus dem Waffenstillstand nicht einwilligen.“

     

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    Tags:
    Resolutionsentwurf, Waffenstillstand, UN-Sicherheitsrat, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Wladimir Putin, Syrien, Deutschland, Russland
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