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    Grigori Rodtschenkow

    Undercover-Rodtschenkow hat neues Opfer gefunden

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    Politik
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    Der in die USA geflüchtete Ex-Chef des Moskauer Anti-Doping-Labors Grigori Rodtschenkow hat behauptet, dass es neben Russland auch in anderen Ländern zu Doping-Manipulationen komme. Dies sagte er in einem BBC-Interview, in dem er sein Gesicht hinter einer Sturmhaube und Sonnenbrille versteckte, um sich vor „russischen Agenten“ zu schützen.

    Der 59 Jahre alte Informant der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) entschuldigte sich bei britischen Sportlern dafür, dass er den russischen Athleten bei ihrem Betrug während der Olympischen Spiele 2012 in London geholfen habe. Zugleich warnte er, Großbritannien dürfe im Anti-Doping-Kampf nicht selbstgefällig sein.

    Mit Blick auf einen möglichen Doping-Verdacht gegen britische Athleten sagte Rodtschenkow, dass ihm „einige äußerst seltsame Fälle im britischen Sport“ bekannt seien. „Ich kann jetzt während der Olympischen Spiele nicht im Fernsehen darüber sprechen“, sagte er.

    Ferner äußerte der ehemalige Funktionär, dass es nötig sei, im Kampf gegen Doping härtere Maßnahmen zu ergreifen, und schlug vor, den internationalen Verbänden das Recht, Sportler zu kontrollierten, zu entziehen.

    „Im Grunde genommen sind viele Länder und nationale Anti-Doping-Organisationen überhaupt nicht daran interessiert, eigene Spitzensportler zu entlarven“, betonte Rodtschenkow.

    Am Freitag war berichtet worden, dass die russische Bob-Pilotin und Olympia-Teilnehmerin Nadeschda Sergejewa des Dopings überführt worden sei. In ihrer A-Probe seien Spuren der verbotenen Substanz Trimetazidin entdeckt worden. Die Sportlerin habe dann die Öffnung der B-Probe verweigert. Sie soll disqualifiziert worden sein und das Olympische Dorf verlassen haben.

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    Tags:
    A-Probe, Sturmhaube, Trimetazin, Doping-Manipulation, Sport, Dopinggebrauch, Anti-Doping-Organisationen, RUSADA, WADA, Nadeschda Sergejewa, Grigori Rodtschenkow, USA, Großbritannien, Moskau, Russland