05:17 19 Juni 2018
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    Krim. Blick auf Sewastopol

    Kiew sorgte selbst für Abspaltung der Krim – ukrainischer Anwalt

    © Sputnik / Алексей Мальгавко
    Politik
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    Der Anwalt Maxim Mogilnizki, der in der Ukraine die Interessen der Krim-Bewohner vertritt, schreibt in einem im ukrainischen Portal „Korrespondent.net“ veröffentlichten Artikel über „ein vorgefertigtes Szenario“, das zur Abspaltung der Schwarzmeerhalbinsel von der Ukraine geführt habe.

    Laut Mogilnizki hat die von ihm geleitete Anwälte-Vereinigung die Krim-Frage gründlich untersucht und eine Vielzahl an Dokumenten gesammelt. Diese ließen darauf schließen, dass nach dem Staatsstreich im Februar 2014 in der Ukraine ein Szenario zur Einschüchterung der russischen Bevölkerung der Krim und der Ostukraine geschaffen worden sei. Nach Angaben des Anwalts seien Massaker und andere Verbrechen geplant gewesen.

    Der Jurist erinnert in diesem Zusammenhang an die Angriffe auf Krim-Bewohner im Februar 2014. So wurden 50 Mitarbeiter des Steuerdienstes der Autonomen Republik Krim, die am 19. Februar mit einem Bus auf der Straße Odessa – Kiew unterwegs waren, von bewaffneten Personen angegriffen. Viele Businsassen wurden schwer verletzt und das Fahrzeug mit Molotowcocktails in Brand gesteckt. Am nächsten Tag attackierten Bewaffnete eine Buskolonne mit Krim-Bewohnern, die sich auf dem Weg von Kiew nach Simferopol befanden. Die beiden Fälle seien live im ukrainischen Fernsehen gezeigt worden, so Mogilnizki.

    Der Anwalt zitiert etliche ukrainische Politiker, die vorschlugen, die Krim-Bewohner „zu vertreiben und auf sie zu schießen“. 
    Mogilnizki erwähnt ferner das vom ukrainischen Parlament verabschiedete  Gesetz „Über Grundlagen der staatlichen Sprachpolitik“, das auf die Ausrottung der russischen Sprache im Land abziele.

    Die Krim wurde aufgrund eines Referendums im März 2014 zu einer Region Russlands. Bei der Volksabstimmung hatten 96,77 Prozent der Einwohner der Republik Krim und 95,6 Prozent der Einwohner von Sewastopol für den Beitritt zur Russischen Föderation gestimmt.

    Kiew betrachtet die Krim weiterhin als sein eigenes, wenn auch zeitweilig okkupiertes Territorium. Wie die russische Führung wiederholt erklärte, haben die Krim-Bewohner auf demokratischem Wege, in vollem Einklang mit dem Völkerrecht und der UN-Charta für die Wiedervereinigung mit Russland gestimmt. Den Worten des russischen Präsidenten Wladimir Putin zufolge ist die Krim-Frage „endgültig entschieden“.

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