00:27 16 Oktober 2018
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    Rauchwolke steigt über Ost-Ghuta auf

    "Hunderte Geiseln" in Ost-Ghuta – Syrische Armee will Feuer einstellen

    © REUTERS / Bassam Khabieh
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    Nach der Verkündung der Feuerpause registriert das russische Militär eine Eskalation der Gewalt im syrischen Ost-Ghuta. In der umkämpften Ortschaft bei Damaskus werden Hunderte Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, von bewaffneten Extremisten als Geiseln gehalten.

    „Ungeachtet der UN-Resolution über eine 30-tägige Feuerpause in Syrien eskaliert die Lage in Ost-Ghuta weiter“, teilte Generalmajor Juri Jewtuschenko, Chef des russischen Aussöhnungszentrums in Syrien, am Montag mit.

    Nach seinen Angaben verstoßen vor allem die Terrorgruppen Dscheisch-al-Islam, al-Nusra-Front und Ahrar al-Scham gegen die Feuerpause.

    „Dabei halten sie Hunderte Geiseln, darunter Frauen und Kinder, in ihrer Gewalt und hindern diese durch Repressalien daran, die Enklave zu verlassen.“

    Allein in der vergangenen Woche haben Militante, so Jewtuschenko weiter, von Ost-Ghuta aus 228 Granaten und Geschosse auf Wohnviertel von Damaskus abgefeuert. „Vier Menschen wurden getötet, mehr als 50 weitere, darunter 16 Kinder, erlitten Verletzungen“.

    Der russische General versicherte, dass die syrische Armee sich trotzdem an die Feuerpause halten und „ab dem 27. Februar täglich von 09.00 bis 14.00 Uhr Ortszeit das Feuer auf die Terroristen einstellen“ werde.

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    Tags:
    Al Nusra-Front, Ost-Ghuta, Damaskus, Syrien, Russland