06:36 13 November 2018
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    Ein Kämpfer einer islamistischen Gruppe beschießt regierungstreue Truppen aus einem amerikanischen TOW-Panzerabwehrsystem (Archiv)

    Fars: Terroristen beschießen Regierungstruppen mit US-Raketen in Ost-Ghuta

    CC BY 3.0 / Qasioun News Agency
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    Während führende Diplomaten der Welt versuchen, für das syrische Ost-Ghuta eine haltbare Vereinbarung zu Feuerpausen und humanitären Korridoren auszuhandeln, nehmen Terrorgruppen die regierungstreuen Einheiten unter massiven Beschuss. Vor allem werden dabei US-Panzerabwehrraketen eingesetzt, berichtet das Nachrichtenportal Farsnews.

    Laut dem Nachrichtenportal wurden regierungstreue Kämpfer an den Zugängen zu Ost-Ghuta unter massiven Beschuss seitens der Terroristen genommen.

    Eingesetzt würden hierfür die sogenannten TOW-Missiles. Hierbei handelt es sich um moderne US-amerikanische Panzerabwehrlenkwaffen.

    Der Eingriff könne dabei als gezielte Provokation gewertet werden, um die laufenden Verhandlungen im UN-Sicherheitsrat zu sabotieren und die Situation zu eskalieren.

    Eskalation in Ost-Ghuta

    Die Situation in Ost-Ghuta geriet zuletzt in die Schlagzeilen internationaler Medien, da die Lage dort massiv eskalierte.

    Verschiedene Vororte von Damaskus wurden innerhalb kürzester Zeit mit Hunderten Mienen aus dem von Terroristen und von „illegalen bewaffneten Verbänden“, wie einige Gruppierungen vom russischen Verteidigungsministerium klassifiziert werden, kontrollierten Gebiet beschossen.

    Dabei geriet auch das Russische Zentrum für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien unter Beschuss.

    Syrische Regierungstruppen und regierungstreue Verbände begannen gleichzeitig eine großangelegte Offensive, um das Gebiet der Kontrolle der Terrorverbände zu entreißen. Unterstützt werden sie dabei von syrischer und russischer Luftwaffe. Zuletzt verlegte Russland sogar modernste Kampfjets der 5. Generation Su-57 nach Syrien.

    Beide Seiten werfen sich dabei vor, hohe Verluste unter Zivilsten in Kauf zu nehmen.

    Um die Verantwortung für die Opfer unter der zivilen Bevölkerung ist unterdessen ein Informationskrieg entbrannt.

    Auch im deutschen Bundestag wurde über die Situation in Ost-Ghuta debattiert, wobei Vertreter der CDU und SPD vor allem Russland für die Situation verantwortlich machten.

    Vertreter der Linken wiesen diese Anschuldigungen als einseitig und unreflektiert zurück. Maßgeblich sei die "Regime-Change-Politik der Nato-Staaten" für die Konflikte im Irak, in Libyen und vor allem in Syrien verantwortlich.

    Zuletzt hatte eine russische Initiative im UN-Sicherheitsrat den Zivilisten in Ost-Ghuta eine Verschnaufpause von den Kämpfen gewährt.

    „Vorgestern hat der UN-Sicherheitsrat die Resolution 2401 vereinbart. Entsprechend dem Auftrag des russischen Präsidenten (Wladimir Putin) wird ab dem 27. Februar, das heißt ab morgen, eine tägliche humanitäre Pause von 9 bis 14 Uhr eingeführt, um Opfer unter der zivilen Bevölkerung von Ost-Ghuta zu vermeiden“, erklärte in diesem Zusammenhang der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Montag.

    Auch solle ein „humanitärer Korridor" eröffnet werden, damit Zivilisten das gefährliche Gebiet verlassen könnten.

    /NG/SB

     

     

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    Tags:
    Terrorverbände, humanitärer Korridor, Tote und Verletzte, Panzerabwehrlenkwaffen, Regierungstruppen, Terroristen, Zivilisten, Luftangriffe, Kämpfe, Opfer, Farsnews, das russische Verteidigungsministerium, Russisches Zentrum für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien, Russische Luftwaffe, Al-Nusra-Front, Bundestag, UN-Sicherheitsrat, Sergej Schoigu, Wladimir Putin, Ost-Ghuta, Damaskus, Iran, Syrien, Deutschland, USA, Russland