SNA Radio
    Russlands Präsident Wladimir Putin (l.) trifft den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in Moskau

    Putin bei Treffen mit Kurz: „Soll man das unendlich dulden? – Nein“

    © Sputnik / Alexej Druschinin
    Politik
    Zum Kurzlink
    2373715

    Russlands Präsident Wladimir Putin hat bei seinem heutigen Treffen mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz in Moskau die jüngsten heftigen Angriffe von Extremisten aus Ost-Ghuta auf die syrische Hauptstadt Damaskus thematisiert.

    Terroristen aus Ost-Ghuta würden Damaskus zwischen 50 und 80 Mal täglich beschießen, sagte Putin. Auch die russische Botschaft stünde unter Beschuss. Russlands Geduld sei nicht unendlich.

    „Leider befinden sich in Ost-Ghuta noch viele extremistische Gruppierungen, Vertreter einer ganzen Reihe der Terrororganisationen, die auf der entsprechenden UN-Liste aufscheinen“, sagte Putin zu Kurz.

    Die entsprechende Resolution des UN-Sicherheitsrates schreibe vor, den Kampf gegen diese Organisationen fortzusetzen.

    „Aus diesen Gebieten gibt es ständig Beschuss“, sagte Putin. An einigen Tagen gebe es  bis zu 80 Raketen- und Minen-Angriffe. Die Minen würden sogar auf das Territorium der russischen Botschaft und der Handelsvertretung niederschlagen, so Putin.

    „Soll man das wohl unendlich dulden? Natürlich, nein“, so der russische Präsident.

    Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte am Samstag die Resolution 2401 verabschiedet, die die Konfliktseiten auffordert, „unverzüglich die Zusammenstöße einzustellen“ und eine humanitäre Pause für einen Zeitraum von mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen auf dem gesamten Territorium Syriens zu gewährleisten, um humanitären Helfern Zugang zu belagerten Gebieten zu verschaffen und UN-Helfern sowie deren Partnern zu ermöglichen, Schwerkranke und Verletzte in Sicherheit zu bringen.

    Am Montag verkündete Russland eine tägliche Feuerpause in Ost-Ghuta von 9 bis 14 Uhr Ortszeit. Am 27. Februar um neun Uhr morgens wurde ein Fluchtkorridor für die Zivilisten geöffnet. In dieser Zeit stellten die syrischen Regierungstruppen den Beschuss ein. Jedoch konnte kein einzelner Zivilist nach russischen Angaben wegen eines intensiven Feuers der Terroristen die Gegend verlassen.

     

    Haben Sie einen Account in den sozialen Netzwerken? Werden Sie Fan unserer Facebook- und Instagram-Seite!

    Zum Thema:

    Syrien: Von USA kontrollierte Bezirke verwandelten sich in „schwarze Löcher“ – Moskau
    Sana: 24 Zivilisten durch Angriff der US-Koalition in Syrien getötet
    Russland steht USA bei Streben nach Vorherrschaft im Weg – US-General
    Lawrow: Keine Teilung in gute und böse Terroristen bitte!
    Tags:
    Gruppierung, Hauptstadt, Vertreter, Gebiete, Bundeskanzler, Zugang, Partner, Kampf, Feuerpause, Extremisten, Treffen, Regierungstruppen, Angriff, Terroristen, Zivilisten, Präsident, Raketen, Konflikt, Botschaft, Minen, Resolution, Beschuss, UN, UN-Sicherheitsrat, Sebastian Kurz, Wladimir Putin, Ost-Ghuta, Damaskus, Syrien, Österreich, Moskau, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren