01:27 12 Dezember 2018
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    Nach Putin-Ansprache: Kreml zu Gerüchten über „nach Florida fliegende Raketen“

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    Moskau hat laut Dmitri Peskow nicht vor, irgendjemanden anzugreifen. Wie der Kreml-Sprecher am Freitag gegenüber der Presse betonte, stellen die neuen russischen Waffen keine Gefahr für jene dar, die Russland ebenso nicht anzugreifen planen.

    Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Donnerstag in seiner Ansprache zur Lage der Nation eine ganze Reihe strategischer Waffen vorgestellt, die der Öffentlichkeit bis dahin unbekannt waren und die Putin zufolge keine Analoga in der Welt haben. Die wachsende russische militärische Kapazität sei eine Garantie für die Erhaltung des Friedens, so der russische Präsident. Laut ihm bekamen nun die strategischen Atomstreitkräfte des Landes 80 neue Interkontinentalraketen, 102 ballistische Raketen für U-Boote und drei strategische Atom-U-Boote „Borej“.

    Darüber hinaus präsentierte Russlands Präsident in einem Video die Interkontinentalrakete „Sarmat“. In den USA zeigte man sich aber später über die Aufnahme besorgt, da darin eine Landkarte der USA zu sehen gewesen sein soll, in deren Richtung die russische Rakete geflogen sei.

    „Ehrlich gesagt habe ich keine Karte von Florida gesehen, deswegen sehe ich keinen Anlass dafür, um darüber zu sprechen, dass tatsächlich irgendwelche Bundesstaaten der USA genutzt worden sind. Dort wurden keine Karten verwendet, das sind absolut fiktive Umrisse, es gibt keine Verknüpfung zu einem konkreten Land“, sagte Peskow.

    „Und ich wiederhole nochmals, darüber hat der Präsident auch gesprochen, dass Russland nicht beabsichtigt, jemanden anzugreifen, und diese Waffe keine Bedrohung für jemanden darstellt, der keinen Angriff auf unser Land erwägt“, betonte er weiter.

    Damit reagierte der Kreml-Sprecher auf die jüngsten Aussagen der amtlichen Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert. Sie hatte zuvor darauf verwiesen, dass das Video „zeigt, wie die russische Regierung die USA attackiert“ (laut Internetnutzen ging es dabei um den US-Bundesstaat Florida). „Ich denke nicht, dass das konstruktiv und verantwortungsvoll ist“, sagte sie. Bei dem Briefing warfen russische Journalisten sowie amerikanische Kollegen ein, dass in der Aufnahme nicht zu erkennen gewesen sei, dass die Rakete tatsächlich Richtung USA geflogen sei. Nauert konterte, dass es jedoch „ganz klar“ sei, worauf die russische Regierung gezielt habe.

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    Attacke, Video, Waffen, Angriff, Ziel, Rakete, Sarmat (Interkontinentalrakete), Wladimir Putin, Heather Nauert, Dmitri Peskow, Florida, USA, Russland