05:23 23 Juli 2018
SNA Radio
    Gashahn (Symbolbild)

    Nach Gasstreit mit Moskau: Poroschenko ruft Ukrainer zum Sparen auf

    © Sputnik / Jegor Alejew
    Politik
    Zum Kurzlink
    2852

    Nach dem jüngsten Gasstreit mit Russland hat der ukrainische Präsident Petro Poroschenko eine Lösung des Problems gefunden. Er rief die Bevölkerung auf, die Heiztemperatur zu senken, wie das russische Internetportal life.ru berichtet.

    „So werden wir das von Russland ausgeheckte Szenario zum Scheitern bringen. Dazu reicht es, die Temperatur in Ihren Häusern für einige Tage nur um einen Grad zu senken“, schrieb der Staatschef in seinem Blog. Hinter dieser Provokation stecke die „Hand des Kremls“.

    Der russische Staatskonzern Gazprom hatte am Freitag in Moskau die unverzügliche Auflösung eines noch bis 2019 gültigen Liefervertrages mit dem ukrainischen Versorger Naftogaz angekündigt. Vorstandschef Alexej Miller warf dem Stockholmer Schiedsgericht vor, die Ukraine bei seinen Urteilen bevorzugt zu haben.

    Das Schiedsgericht hatte Ansprüche beider Seiten gegeneinander aufgerechnet. Unterm Strich blieben gut zwei Milliarden Euro, die Gazprom an Naftogaz zahlen muss. Russland habe weniger Gas durchgeleitet als vereinbart, hieß es. Zudem verpflichtete das Gericht die Ukraine, 2018 mindestens fünf Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas zu beziehen.

    Gazprom weigerte sich, Naftogaz kurzfristig wieder Gas zu verkaufen, und überwies eine Vorauszahlung aus Kiew für März zurück. Es fehlten die nötigen Zusatzverträge, begründete Gazprom die Entscheidung. Miller zufolge wird der Konzern ökonomische Probleme der Ukraine nicht auf seine Kosten lösen.

     

    Zum Thema:

    Gaskrieg um Europa: Hält Russland die Stellung?
    Katar als Russlands Trumpf im „Gaskrieg“ mit Polen und Ukraine
    „Foreign Policy“: USA droht Schlappe im Gaskrieg gegen Russland
    Tags:
    Sparprogramm, Gasstreit, Aufruf, Naftogaz, Gazprom, Petro Poroschenko, Russland, Ukraine
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren