00:08 26 April 2018
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    Beziehungen zwischen USA und Kuba

    Mysterium endlich gelöst? US-Physiker finden Erklärung für Kubas „Schallwaffe“

    © REUTERS / Jonathan Ernst
    Politik
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    Eine rätselhafte „Schallwaffe“, mit der die Mitarbeiter der US-Botschaft in Kuba attackiert worden sein sollen, existiert in Wirklichkeit gar nicht. Forscher aus den USA und China sind zu dem Schluss gekommen, dass sie ein Nebenprodukt der Arbeit von einigen harmlosen Anlagen ist. Davon berichten sie in einem kürzlich veröffentlichen Manuskript.

    „Wenn der Ultraschall tatsächlich die Mitarbeiter der Botschaft betäubt und ihrem Gehirn geschadet hat, so war die Quelle nicht etwa eine ‚Ultraschallwaffe‘, sondern Kreuzverzerrungen, die im Ergebnis der Zusammenwirkung von zwei Ultraschallsignalen entstanden sind und zu einer Menge unangenehmer Geräusche geführt haben. Mit anderen Worten: Keiner hatte das Ziel, der Gesundheit der Diplomaten zu schaden – dies passierte alles ganz zufällig“, heißt es im Manuskript.

    Seit Ende 2016 lassen die vermeintlichen „akustischen Attacken“ auf die Mitarbeiter der US-Botschaft in Havanna Fachkräfte sowie Laien rätseln. Viele fragen sich: Hat Kuba etwa eine bisher unbekannte akustische Waffe entwickelt? Oder waren das etwa die Russen? Oder ein anderes Land, mit dem die USA nicht auf gutem Fuß stehen?

    Das FBI konnte für die Existenz einer solchen Geheimwaffe jedoch keinen Beweis finden. Einige Experten sind überzeugt, dass es sich hier lediglich um einen Fall von Massenhysterie handelt.

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    Tags:
    Schaden, Gesundheit, Gehirn, Ultraschallwaffe, US-Physiker, US-Botschaft, China, Kuba, USA