20:21 16 Oktober 2018
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    Werchowna Rada, Kiew

    Kiew: Protestler vor Parlament erniedrigt? - Polizei muss sich erklären

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    Politik
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    Die Protestierenden, die am Samstag bei Ausschreitungen vor der Werchowna Rada (Parlament) in Kiew festgenommen wurden, sind laut dem Pressesprecher des ukrainischen Innenministeriums Artjom Schewtschenko nicht erniedrigend behandelt worden. Wie er am Sonntag präzisierte, wurden sie nicht geschlagen und es war ihnen erlaubt zu kommunizieren.

    „Hinsichtlich der Aufschreie über eine angebliche Erniedrigung der Festgenommenen: Ein kurzes Verweilen eines Festgenommenen auf den Knien vor dem Einsteigen in den Transportwagen ist keine Erniedrigung, sondern eine für die Polizei diverser Länder übliche Taktik der Gewährleistung der persönlichen Sicherheit eines Mitarbeiters“, schrieb Schewtschenko auf Facebook. „Und gerade um die Festgenommenen bei dem kalten Wetter nicht mit dem Gesicht auf dem Schnee liegend festzuhalten, wurde eine derartige Kontrollart gewählt.“

    Ihm zufolge war es den Festgenommenen, die sich entweder in der Hocke oder auf den Knien befanden, erlaubt, miteinander zu kommunizieren. Außerdem seien sie nicht geschlagen worden.

    Nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums sind Polizisten am Samstagmorgen zum Zeltlager der Protestler vor dem Parlamentsgebäude in Kiew gekommen, um Durchsuchungen durchzuführen. Dabei kam es jedoch zu Widerstand seitens der Demonstranten, was zu Zusammenstößen führte. Sieben Polizisten und 13 Protestteilnehmer sollen dabei verletzt worden sein. 111 Menschen seien festgenommen worden – laut der Polizei sind alle bereits freigelassen worden.

    Stadtwerkemitarbeiter haben indes das Zeltlager abgerissen. Die Kiewer Staatsanwaltschaft soll zudem ein Strafverfahren wegen einer möglichen Überschreitung der Dienstvollmachten seitens der Polizisten eingeleitet haben.

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    Tags:
    Strafverfahren, Erniedrigung, Zeltlager, Widerstand, Protestler, Polizei, Kiewer Staatsanwaltschaft, Innenministerium der Ukraine, Werchowna Rada, Artjom Schewtschenko, Kiew, Ukraine