10:55 19 Juni 2018
SNA Radio
    Humanitärer Korridor zwischen Damaskus und Ost-Ghuta

    Ost-Ghuta: Extremisten nehmen Hilfskonvoi unter Beschuss

    © Sputnik / Mikhail Alaeddin
    Politik
    Zum Kurzlink
    10183

    Extremisten haben die syrische Regierung daran gehindert, einen aus 46 Lkws bestehenden Hilfskonvoi nach Ost-Ghuta zu schicken. Das sagte der syrische Vize-Außenminister Faisal Mekdad am Sonntag in Damaskus gegenüber Journalisten.

    „Wir haben versucht, 46 Lkws nach Ost-Ghuta zu schicken. Extremisten nehmen aber immer wieder den humanitären Korridor unter Beschuss“, zitiert der Nachrichtensender Al Mayadeen den Vizeminister. 

    Wie er weiter ausführte, hat Damaskus unter anderem vor, humanitäre Hilfsgüter in das an der Grenze zu Jordanien liegende Flüchtlingslager Ar-Rukban zu senden.   

    „Die Uno muss aber garantieren, dass die Hilfsgüter an jene geliefert werden, für die sie bestimmt sind“, fügte Mekdad hinzu.

    Vier humanitäre Pausen waren am Freitag ergebnislos zu Ende gegangen, da die Terrorkämpfer die Bewohner von Ost-Ghuta weiter festhalten, denen sie unter Androhung harter Strafen verbieten, den humanitären Korridor zu nutzen. Einheimische hatten bereits Mitte der Woche über die vom Versöhnungszentrum eingerichtete Hotline beklagt, dass ihnen die Lebensmittel und Gegenstände des täglichen Bedarfs ausgingen. Sie teilten mit, dass die Kämpfer die Preise um ein Mehrfaches hochgetrieben hätten. Zudem gebe es in dem Gebiet keine Gas- und Stromversorgung.

     

    Zum Thema:

    Unter anhaltenden Schüssen: Kinder fliehen aus Ost-Ghuta bei Nacht - VIDEO
    „Verstärkter Brückenkopf“: Wie sich USA Lage in Ost-Ghuta zunutze machen wollen
    Syrien: USA wollen Extremisten-Enklave in Ost-Ghuta erhalten – Russlands Botschaft
    Experte: In Ost-Ghuta kämpfen die gleichen islamistischen Banden wie in Aleppo
    Tags:
    Beschuss, Extremisten, Hilfskonvoi, Faisal Mekdad, Jordanien, Syrien
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren