00:11 26 April 2018
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    Weißes Haus in Washington (Symbolbild)

    „Alles tun, um Verhandlungen zu stören“ – Parlamentarier über Rolle der USA

    © Sputnik / Alexey Agaryshev
    Politik
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    Die Annäherung zwischen Nord- und Südkorea schreitet zunehmend voran. Mittlerweile gibt es direkte offizielle Gespräche zwischen den beiden Staaten. Laut dem Abgeordneten der Russischen Kommunistischen Partei, Kazbek Tajsaev, sind die USA allerdings an einem Konflikt in der Region interessiert und werden vermutlich den Friedensprozess sabotieren.

    Die USA würden nichts unversucht lassen, um den Annäherungsprozess zwischen den beiden koreanischen Staaten zu sabotieren, so die Meinung des russischen Abgeordneten.

    Ein Konflikt in der Region sei für Washington vor allem deshalb von Vorteil, da er die Positionen Russlands und Chinas schwächen würde.

    "Ich glaube, dass sie (die direkten Gespräche zwischen Nord- und Südkorea) unbedingt durchgeführt werden müssen. Nur sie können die Probleme auf der koreanischen Halbinsel lösen. Die Amerikaner werden alles tun, um diese Verhandlungen zu stören, sie brauchen diese nicht. Sie brauchen einen Konflikt. Sie wollen (politische und militärische) Spannungen in der Nähe unserer Grenzen schaffen, all dies richtet sich gegen uns und gegen China. Nicht einmal gegen Nordkorea“, sagte Tajsaev wörtlich.

    Gerade die Olympischen Spiele in Südkorea hätten in diesem Zusammenhang gezeigt, dass direkte Gespräche zwischen den Konfliktparteien möglich seien.

    Auch seien theoretisch direkte Gespräche zwischen den Nordkoreanern und den USA möglich, allerdings würde sich Pjöngjang wohl kaum auf die leeren Versprechen von Washington einlassen, so der Abgeordnete.

    „Und hier könnte der Russischen Föderation eine wichtige Rolle zukommen. Ich glaube, dass Russland genug Kraft und Möglichkeiten hat (…), um aktiver an diesem Prozess mitzuwirken – am Aufbau des Friedens und des Dialogs zwischen dem Norden und dem Süden“, erklärte Tajsaev weiter.

    Eine ranghohe Delegation Südkoreas hatte vom 5. bis 6. März Nordkorea besucht, um sich mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un zu treffen. Nach Angaben der Administration des südkoreanischen Staatschefs einigten sich die Seiten auf ein Gipfeltreffen Ende April. Zudem wird ein Heißer Draht eingerichtet, um mögliche militärische Spannungen abzubauen.

    Überdies bekundete Pjöngjang durchaus seinen Wunsch nach einem offenen Dialog mit den USA, bei dem Probleme der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel und der Normalisierung der bilateralen Beziehungen erörtert werden sollen. Dabei ging Nordkorea die Verpflichtung ein, für die Zeit der Verhandlungen keine Atomtests durchzuführen und keine Raketen zu starten.

    Als eine Grundbedingung hierfür nannte die nordkoreanische Seite allerdings die sicheren Garantien der Nicht-Androhung und der Nicht-Anwendung von Gewalt.

    /NG/AE

     

     

     

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    Tags:
    Annäherungsprozess, Denuklearisierung, Friedensgespräche, Spannungen, Atomprogramm, Kim Jong Un, Koreanische Halbinsel, Südkorea, Nordkorea, USA, Washington, Russland, China