20:37 17 Oktober 2018
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    Russische Sondereinheiten in der Arktis (Archivbild)

    Nato „kommt Russland nicht hinterher“ – US-General

    © Sputnik / Walerij Melnikow
    Politik
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    Russland beschleunigt den Ausbau seiner Infrastruktur in der Arktisregion und stößt damit auf eine sichtbare US-Nervosität. Laut Curtis Scaparrotti, dem US-Oberbefehlshaber der Nato in Europa, muss die Nato dringend mehr in der Region investieren, um das Gleichgewicht mit Russland weiter aufrechterhalten zu können.

    Bei einer Anhörung im US-Senat teilte Scaparrotti mit, dass die Nato sich nicht schnell genug in der Arktis entwickle, um das Gleichgewicht mit Russland dauerhaft aufrechtzuerhalten.

    Bei der Anhörung wurde der US-Militär von einem Senator gefragt, ob die Vereinigten Staaten genug Potential hätten, um sich gegen Russland in der Arktisregion zu behaupten.

    „Wir kommen nicht hinterher“, antwortete darauf Scaparrotti.

    Er fügte hinzu, dass Russland bald die gesamte Nord-Ost-Passage kontrollieren werde – auch mit militärischen Mitteln.

    „Ihr erklärtes Ziel ist die Gewährleistung der Sicherheit für den wirtschaftlichen Aufschwung der Arktis (…) Bei genauer Betrachtung, was sie dort aufbauen, wird aber klar, dass sie schon in der nächsten Zeit die Möglichkeit haben werden, in zwei-drei Jahren die Nord-Ost-Passage zu kontrollieren, wenn sie es wollen“, erklärte der Oberbefehlshaber.

    Besonders viel Aufmerksamkeit widme Russland dabei der Wiederinstandsetzung alter und dem Aufbau neuer Militärbasen.

    Insgesamt ging Scaparrotti von „sieben bis neun Basen“ aus. Diese würden sich am Anfang, am Ende und an den Schlüsselpositionen der Nord-Ost-Passage befinden.

    „Wir beobachten die Militarisierung der Arktis genau“, so der US-General.

    In den letzten Jahren hat Russland den Ausbau seiner militärischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Infrastruktur in der Arktis deutlich intensiviert.

    Wirtschaftlich will das Land möglichst schnell die Nord-Ost-Passage erschießen und somit langfristig dem weltweiten Seehandel diese Route, die kürzer und sicherer ist als weiter südlich liegende Alternativhandelswege, für den Europa-Asien-Handel anbieten.

    Zudem könnte das Land gewaltige Ressourcen erschließen – darunter vor allem Öl und Gas.

    Militärisch baut Russland moderne Stützpunkte in der Region auf, die unter anderem mit Luft- und Schiffsabwehrsystemen ausgerüstet sind, um die wirtschaftliche Erschließung abzusichern.

    /NG/AE

     

     

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    Tags:
    Aufrüstung, Flotte, Militär, Handelswege, Welthandel, Militärbasen, Militarisierung, Infrastruktur, Stützpunkte, Raketenabwehrsysteme, Nord-Ost-Passage, NATO, US-Senat, Curtis M. Scaparrotti, Europa, USA, Russland, Arktis