18:01 24 September 2018
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    Polens Premier stuft Nord Stream 2 als „äußerst gefährlich“ ein

    © Foto: Axel Schmidt/Nord Stream 2
    Politik
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    Warschau hat schon lange eine Unabhängigkeit von russischem Gas erzielt. Diese Auffassung vertrat der polnische Premier Mateusz Morawiecki auf einer Pressekonferenz am Rande der Verhandlungen mit seinen Amtskollegen aus Litauen, Lettland und Estland in Vilnius.

    Zudem soll er das Projekt Nord Stream 2 als „äußerst gefährlich für diesen Teil Europas“ bezeichnet haben.

    „Polen ist schon lange von Gazprom unabhängig geworden. Wir haben ein Terminal für Flüssiggas in Świnoujście gebaut und wollen nun seine Kapazitäten ausbauen. Außerdem führen wir jetzt Verhandlungen mit Dänemark und Norwegen (über den Gaskauf- Anm. d. Red.)“, zitiert der Sender „Polskie Radio“ den Premier.

    Zuvor hatte der Chef des deutschen Energieversorgers Uniper, Klaus Schäfer, gesagt, Nord Stream 2 sei für die Gewährleistung der reibungslosen Lieferungen von Erdgas nach Europa nötig.

    Das Projekt Nord Stream 2 sieht die Verlegung von zwei Pipelinesträngen mit einer Jahresgesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern vor. Die Stränge sollen parallel zur bereits bestehenden Gaspipeline Nord Stream von der russischen Ostseeküste bis nach Deutschland verlaufen.

    Gegen das Pipeline-Projekt machen mehrere Länder Front. Dazu gehören die Ukraine, die um ihre Einnahmen aus dem Transit des russischen Gases bangt, und die USA, die ambitionierte Pläne zum Export von Flüssiggas nach Europa hegen.

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    Tags:
    Nord Stream 2, Uniper, Mateusz Morawiecki, Klaus Schäfer, Dänemark, Estland, Norwegen, Litauen, Polen, Lettland, Deutschland, USA, Russland