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    Berlin, Brandanschlag auf Moschee

    Brandanschlag auf Moschee in Berlin: Islamfeindlichkeit als Beweggrund?

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    Im Berliner Bezirk Reinickendorf haben mehrere Jugendliche in der Nacht zum Sonntag eine Moschee in Brand gesteckt, wie die Deutsche Welle berichtet. Augenzeugen, die drei weglaufende Menschen sowie ein Feuer in den Räumen des türkischen Moscheevereins gesehen haben sollen, verständigten die Polizei. Doch die Täter konnten entkommen.

    Der Brand wurde von der Feuerwehr gelöscht. Laut dem Sender war der Hauptraum des Gebäudes komplett ausgebrannt. Verletzt wurde niemand. Die Polizei geht von einer politisch motivierten Straftat aus.

    In der letzten Zeit kommt es immer öfter zu solchen Anschlägen. Am Freitag hatten Unbekannte Brandsätze in eine Moschee in Lauffen am Neckar in Baden-Württemberg geworfen. Der Imam, der sich in dem Gebäude befand, konnte das Feuer selbst löschen.

    Seit Jahresanfang sind mehrere religiöse Gemeinden der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib) in verschiedenen Regionen Deutschlands angegriffen worden; Gotteshäuser sind von türkenfeindlichen Sprüchen und Abbildungen der durchkreuzten türkischen Flagge beschmiert worden.

    Die Polizei schließt nicht aus, dass die Angriffe von kurdischen Radikalen verübt werden und mit der türkischen Militäroperation „Olivenzweig“ im Norden Syriens verbunden sein könnten.

    Das türkische Parlament hatte im Januar eine eigene Ermittlungskommission für Islamophobie-Fälle in vier EU-Ländern, darunter auch in Deutschland, gebildet.

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    Tags:
    Moschee, Brand, Ditib, Deutsche Welle (DW), Polizei, Türkei, Deutschland