22:33 18 August 2018
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    Großbritannien will eigenes „Magnitski-Gesetz“ – 50 Russen im Visier

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    Skripal-Gate: Britischer Doppelagent in London vergiftet (106)
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    Die britischen Behörden arbeiten laut der Zeitung „The Telegraph“ an einem Äquivalent zum US-amerikanischen „Magnitski-Gesetz“, das Sanktionen gegen russische Amtsträger vorsieht.

    Die britische Version des Dokuments soll vorerst 49 Russen umfassen, denen die britischen Behörden Menschenrechtsverletzungen sowie außergerichtliche Hinrichtungen und Folterungen vorwerfen. Es ist laut dem Blatt zu erwarten, dass ihnen die Einreise nach Großbritannien untersagt sowie ihre Vermögenswerte eingefroren werden.

    Wie die Zeitung ferner schreibt, hatte London diesen Schritt noch vor dem Vorfall mit der Vergiftung des ehemaligen GRU-Agenten Sergej Skripal und seiner Tochter geplant, die britische Beamte trotz mangelnder Beweise mit Moskau verbinden.

    Die Minister hätten sich auf das britische Äquivalent des „Magnitsky-Gesetzes“ bereits geeinigt, die Regierung habe aber noch keine „Schlüsselelemente“, die die Anwendung des Gesetzentwurfs gewährleisten sollen, eingebracht.

    Am Abend des 4. März waren der 66-jährige Skripal und seine Tochter Julia in der britischen Stadt Salisbury bewusstlos aufgefunden und mit Anzeichen einer Vergiftung in ein Krankenhaus gebracht worden, wo beide ins Koma fielen. Medienberichten zufolge sollen 21 Personen in Mitleidenschaft gezogen worden sein, darunter auch der Polizist, der als Erster am Ort des Geschehens eingetroffen war.

    Wie der Chef der britischen Anti-Terror-Einheit zwei Tage später mitteilte, sind Skripal und seine Tochter höchstwahrscheinlich Opfer eines gezielten Angriffs mit einem Nervengift geworden.

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    Tags:
    Gesetzentwurf, Einreise, Hinrichtungen, Sanktionen, Vergiftung, Magnitski-Gesetz, Sergej Skripal, Großbritannien
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