19:10 14 November 2018
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    Röhren für die Gaspipeline Nord Stream 2 (Archivbild)

    Russischer Politiker kommentiert Protestbrief von fünf EU-Ländern gegen Nord Stream 2

    © Foto: Nord Stream 2
    Politik
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    Der Chef des Ausschusses für Informationspolitik beim Föderationsrat (russisches Oberhaus), Alexej Puschkow, hat am Montag auf Twitter den Aufruf der Parlamentschefs von Polen, Litauen, Lettland, der Ukraine und Moldawien an ihre Kollegen aus anderen europäischem Staaten in Bezug auf den Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 kommentiert.

    „Die Abgeordneten aus den fünf Staaten, die keinen Bezug zur Gaspipeline Nord Stream 2 haben, haben sich mit einem Protestbrief gegen deren Bau ausgesprochen. Ich denke nicht, dass dies den Ablauf der Ereignisse beeinflussen wird: Der Bedarf an russischem Gas in Europa wächst und wird weiter wachsen. Das ist Hysterie aus Kraftlosigkeit und Wut“, twitterte Puschkow. 

    Die Parlamentschefs von Polen, Litauen und Lettland hatten sich laut dem Sender Polskie Radio der Ukraine und Moldawien angeschlossen, indem sie einen Protestbrief gegen den Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 unterzeichneten. In ihrem Schreiben rufen sie die europäischen Länder auf, zu gewährleisten, dass der Betrieb der Nord-Stream-2-Gaspipeline im Einklang mit den EU-Regeln erfolgt.

    Das Projekt Nord Stream 2 sieht die Verlegung von zwei Pipelinesträngen mit einer Jahresgesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern vor. Die Stränge sollen parallel zur bereits bestehenden Gaspipeline Nord Stream von der russischen Ostseeküste bis nach Deutschland verlaufen.

    Gegen das Pipeline-Projekt machen mehrere Länder Front. Dazu gehören die Ukraine, die um ihre Einnahmen aus dem Transit des russischen Gases bangt, und die USA, die ambitionierte Pläne zum Export von Flüssiggas nach Europa hegen.

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    Tags:
    Brief, Bau, Gaspipeline, Nord Stream 2, Alexej Puschkow, EU, Moldawien, Litauen, Polen, Lettland, Russland, Ukraine